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Iran und Oman stehen in den Verhandlungen über die Straße von Hormus offenbar kurz vor einem Durchbruch. Nach Angaben aus Teheran ist eine Einigung über eine neue Schifffahrtsroute nahezu abgeschlossen. Wird die Vereinbarung tatsächlich unterzeichnet, könnte das die Öltransporte wieder stabilisieren und den Druck auf die Finanzmärkte weiter verringern.
Die Ankündigung folgt auf Monate militärischer Spannungen, in denen die strategisch wichtige Wasserstraße zu einem der größten Streitpunkte im Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten wurde.
Nach Angaben des iranischen Außenamtssprechers Esmail Baghaei befindet sich eine gemeinsame Erklärung Irans und Omans in der Endphase. Die Gespräche verliefen konstruktiv, eine Einigung könne rasch erzielt werden, sofern „Drittparteien“ den Prozess nicht störten.
Im Mittelpunkt der Gespräche steht ein neuer Verwaltungsplan für die Straße von Hormus. Iran und Oman verhandeln seit Tagen über eine angepasste Schifffahrtsroute, die den Verkehr kommerzieller Schiffe durch die strategische Wasserstraße wieder normalisieren soll.
Auch die Vereinigten Staaten zeigen sich vorsichtig optimistisch. Präsident Donald Trump sagte am Dienstagabend, eine Einigung stehe kurz bevor; binnen 48 Stunden rechne er mit mehr Klarheit. Zugleich betonte er, Iran müsse am Ende auch zu einer umfassenderen Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten kommen.
Diese Fassung liest sich natürlicher, vermeidet die Wiederholung von „Einigung“ und baut die Spannung in Richtung eines möglichen Durchbruchs besser auf.
Der Ölmarkt reagierte verhalten positiv auf die Nachricht. Brent-Öl stabilisierte sich am Mittwoch bei rund 79 Dollar je Barrel, nachdem der Preis zu Wochenbeginn deutlich gefallen war. Auslöser war die Erwartung, dass die Straße von Hormus wieder für die kommerzielle Schifffahrt zugänglich wird.
Eine Wiederöffnung ist jedoch noch nicht garantiert. Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor berichtet, eine Einigung mit Oman bedeute nicht automatisch, dass die Route sofort freigegeben werde. Kreisen zufolge hängt dies auch von einer veränderten Haltung der Vereinigten Staaten ab.
Auch andere Streitpunkte sind weiter ungelöst. So liegen die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm noch immer auf Eis, und eine Einigung über einen endgültigen Friedensprozess gibt es nicht.
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