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Hyperliquid kommt dem Zugang zum US-Markt einen weiteren Schritt näher. Das Unternehmen mit den größten HYPE-Beständen in der Bilanz will selbst als Broker für US-Kunden tätig werden.
Damit beteiligt sich ein weiterer Akteur an einem Vorhaben, an dem die Wall Street und Washington seit Monaten arbeiten.
Hyperliquid Strategies (PURR) gab gestern bei der Vorlage seiner Quartalszahlen bekannt, dass die Tochtergesellschaft HypeStrat Markets eine Zulassung als Futures Commission Merchant (FCM) beantragt hat.
Das New Yorker Unternehmen kauft HYPE und setzt die Token für Staking ein, ist aber von Hyperliquid selbst unabhängig. Seit Dezember vergangenen Jahres ist es an der Nasdaq notiert.
Ein FCM ist ein US-Broker für Terminkontrakte. Er eröffnet Konten, verwaltet Kundengelder und leitet Aufträge an die Börse weiter.
Der Antrag läuft über die National Futures Association (NFA). Der Branchenverband bearbeitet Registrierungen für die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die US-Aufsichtsbehörde für den Terminhandel.
Mit dem Aufbau eines FCM wolle das Unternehmen dazu beitragen, Märkte auf Basis von Hyperliquid in den USA zugänglich zu machen, heißt es in der Mitteilung.
Dabei geht es um zugangsbeschränkte HIP-3-Märkte, auf denen ausschließlich zugelassene Kunden mit Perpetual Futures, kurz Perps, handeln. Diese Terminkontrakte haben kein Verfallsdatum und ermöglichen es, auf steigende oder fallende Kurse zu setzen.
Weder zum Zeitplan noch zum Ausgang des Antragsverfahrens oder zur aufsichtsrechtlichen Genehmigung zugangsbeschränkter HIP-3-Märkte könne das Unternehmen Zusicherungen geben, betont Hyperliquid Strategies in seinem Quartalsbericht.
Das Unternehmen reichte den Antrag bereits im August ein. Laut NFA-Register wird er jedoch weiterhin geprüft.
Dem Antrag ging eine Reihe von Schritten in kurzer Folge voraus. Vergangene Woche schloss Intercontinental Exchange (ICE), die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange, eine Vereinbarung mit Trade[XYZ].
Gemeinsam wollen sie US-Kunden den Handel mit Perps auf Basis von Hyperliquid ermöglichen. ICE übernimmt den Börsenbetrieb und die Abwicklung, während Trade[XYZ] die Märkte konzipiert.
Kurz zuvor erhielt Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, als erstes reguliertes Unternehmen das Recht, eigene Märkte auf Hyperliquid aufzubauen.
Den Anstoß gab im August US-Präsident Donald Trump mit seiner Aussage, die CFTC arbeite an einem rechtlichen Rahmen für die Plattform.
Auch operativ bestehen bereits Verbindungen: Hyperliquid Strategies betreibt seit Mai gemeinsam mit Unit Labs, der Muttergesellschaft von Trade[XYZ], einen Validator. Dieser überprüft Transaktionen im Netzwerk.
Ob der neue Broker künftig auch Kunden an die Börse von ICE vermittelt, ist noch offen.
Hyperliquid Strategies erzielte von Juli bis einschließlich September Erträge von 13,3 Millionen Dollar, vor allem aus Staking.
Hyperliquid ist eine dezentrale Kryptobörse, die auf einem eigenen, gleichnamigen Blockchain-Netzwerk läuft. Abgesichert wird dieses durch Validatoren, also Rechner, die Transaktionen prüfen und dokumentieren.
Wer HYPE bei einem solchen Validator hinterlegt, trägt zur Sicherheit des Netzwerks bei und erhält dafür Belohnungen in HYPE. Da Hyperliquid Strategies selbst einen Validator betreibt, erhält das Unternehmen zudem einen Anteil an den Belohnungen anderer Nutzer, die dort ihre Coins hinterlegen.
Im selben Zeitraum kaufte das Unternehmen 9,1 Millionen HYPE für 785 Millionen Dollar, im Schnitt rund 86 Dollar je Coin. Ende September hielt es etwa 38,5 Millionen HYPE.
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