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Die Huthi im Jemen haben ihre Drohungen gegen die Schifffahrt deutlich ausgeweitet. Nach Darstellung der Rebellen sind nicht nur saudische Schiffe gefährdet, sondern auch alle anderen Frachter, die saudische Häfen anlaufen oder von dort ablegen.
Damit gerät auch der Ölexport über das Rote Meer unter Druck – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Saudi-Arabien zunehmend auf diese Route angewiesen ist.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg haben die vom Iran unterstützten Huthi eine E-Mail an Reedereien verschickt, in der sie davor warnen, weiterhin Schiffe in saudische Häfen zu schicken.
„Wir legen Ihrem Unternehmen dringend nahe, äußerste Vorsicht walten zu lassen und sicherzustellen, dass kein Schiff saudische Häfen anläuft oder von dort ablegt“, schreiben die Rebellen.
Schiffe, die dieses Verbot missachten, müssten nach ihrer Darstellung mit Konsequenzen rechnen und könnten sogar zum Ziel von Angriffen werden, sofern sie sich in Reichweite der jemenitischen Streitkräfte befinden.
Die Warnung folgt auf erneute Drohungen der Huthi vom Montag, die Schifffahrt anzugreifen – trotz einer Phase, in der die Gruppe kaum noch Attacken verübt hatte.
Besonders relevant ist die Drohung für die saudischen Ölexporte über Yanbu am Roten Meer. Der Hafen hat sich in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Ausweichroute entwickelt, weil der Konflikt mit Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erheblich beeinträchtigt hat.
Saudi-Arabien kann einen großen Teil seines Öls über eine Pipeline vom Persischen Golf nach Yanbu transportieren. Von dort wird das Öl anschließend über das Rote Meer verschifft. Eine Blockade dieser Route würde die Exportmöglichkeiten des Landes weiter einschränken.
Ein Besatzungsmitglied an Bord eines Öltankers im Roten Meer berichtete am Montag, über Schiffsfunk sei eine Botschaft der „jemenitischen Streitkräfte“ verbreitet worden. Darin hieß es, Schiffe von und zu saudischen Häfen könnten zum Ziel werden. Die Crew stufte die Warnung als authentisch ein.
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition im Jemen teilte am Montag mit, operative Maßnahmen zum Schutz der Schifffahrt in der Bab-el-Mandeb-Straße ergriffen zu haben. Die Meerenge ist eine wichtige Verbindung zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean.
Die Huthi erklären die Blockade als Reaktion auf das, was sie als saudische Belagerung der jemenitischen Hauptstadt Sanaa bezeichnen. Das saudische Energieministerium hat sich zu den neuen Drohungen bislang nicht geäußert.
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