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Die Harvard-Universität hat ihr Engagement in Bitcoin (BTC) deutlich reduziert und sich vollständig von Ethereum (ETH)-ETFs getrennt. Dies geht aus neuen Dokumenten hervor, die bei der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde SEC eingereicht wurden. Besonders auffällig ist der vollständige Verkauf der Ethereum-Position, da große institutionelle Investoren zunehmend in Krypto investieren.
Die renommierte Universität verwaltet über die Harvard Management Company Dutzende Milliarden Dollar. Dieser Vermögensverwalter scheint nun eine weitaus vorsichtigere Haltung gegenüber dem Kryptomarkt einzunehmen, nachdem das erste Quartal sowohl für Bitcoin als auch für Ethereum schwach verlief.
Laut der neuen 13F-Meldung verringerte Harvard seine Position im iShares Bitcoin Trust ETF von BlackRock (IBIT) von über 5,3 Millionen auf etwa 3 Millionen Aktien. Damit wurde fast 43 Prozent der Position verkauft.
Die verbleibende Investition hatte Ende März noch einen Wert von etwa 117 Millionen Dollar. Trotz dieser beträchtlichen Position ist IBIT nicht mehr die größte Investition von Harvard. Der Bitcoin-ETF fiel auf den zehnten Platz im Portfolio und macht nun etwa 6,4 Prozent des Gesamtwerts aus.
Bemerkenswert ist, dass dies bereits das zweite Quartal in Folge ist, in dem Harvard sein Bitcoin-Engagement verringert. Ende 2025 wurde die Position ebenfalls abgebaut.
Der Verkauf erfolgte während einer schwierigen Phase für den Kryptomarkt. Im ersten Quartal verlor der IBIT ETF mehr als 22 Prozent seines Wertes. Der breitere Markt stand unter Druck aufgrund eines schwächeren Sentiments und der Abflüsse aus Krypto-ETFs.
Neben dem Verkauf von Bitcoin-ETFs entschied sich Harvard auch, vollständig aus Ethereum-ETFs auszusteigen. Die Universität verkaufte alle ihre Anteile am iShares Ethereum Trust ETF (ETHA) von BlackRock.
Das ist bemerkenswert, da Harvard erst vor kurzem begann, in Ethereum-ETFs zu investieren. Die Position wurde im vierten Quartal 2025 aufgebaut, erwies sich jedoch als von kurzer Dauer.
Im ersten Quartal hatte Ethereum noch mehr zu kämpfen als Bitcoin. Der ETHA ETF fiel in dieser Zeit um fast 30 Prozent. Möglicherweise spielte dieser starke Rückgang eine Rolle bei der Entscheidung, die Position vollständig zu schließen.
Während Harvard reduzierte, kauften andere große Akteure zu. So erhöhte der Staatsfonds von Abu Dhabi seine Position im gleichen Bitcoin-ETF von BlackRock um Millionen zusätzlicher Aktien, trotz des schwachen Marktes und der sinkenden Bitcoin-Kurse.
Die Mubadala Investment Company besitzt mittlerweile über 14,7 Millionen Aktien des IBIT ETF, was einem Wert von etwa 566 Millionen Dollar entspricht. Damit setzt der Staatsfonds bereits seit fünf Quartalen in Folge auf eine erhöhte Bitcoin-Exposition.
Die unterschiedlichen Entscheidungen zeigen, wie gespalten große Investoren derzeit in Bezug auf Krypto sind. Einige Akteure sehen die jüngste Korrektur als Risiko, während andere sie als Gelegenheit betrachten, günstiger einzusteigen.
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