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Große US-Universitätsstiftungen dürften in diesem Jahr erstmals seit Längerem wieder besser abschneiden als der breite Aktienmarkt. Laut der Financial Times sind mehrere Stiftungsvermögen auf Kurs, mit dem S&P 500 gleichzuziehen oder ihn sogar zu übertreffen. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil der Index in den zwölf Monaten bis Ende Juni um mehr als 20 Prozent zulegte.

Der Grund für die starke Entwicklung liegt vor allem in einer kleinen Gruppe privater Technologieunternehmen. Dazu zählen SpaceX, OpenAI, Anthropic und Cerebras Systems. Universitätsstiftungen, die dort früh investiert waren, direkt oder über Private-Equity-Fonds, profitieren nun von kräftigen Bewertungsanstiegen und Exits.

Die turbulente Entwicklung von SpaceX seit dem Börsendebüt.
Die turbulente Entwicklung von SpaceX seit dem Börsendebüt. (Quelle: TradingView)

Private Märkte melden sich zurück

In den vergangenen Jahren war Private Equity dagegen ein Belastungsfaktor. Nach dem Bewertungsboom von 2021 erholten sich private Märkte deutlich langsamer als börsennotierte Aktien. Zugleich gab es nur wenige Börsengänge und Übernahmen, sodass kaum Kapital an die Anleger zurückfloss.

Das traf große Stiftungsvermögen besonders, da sie häufig stark in private Anlageklassen investiert sind. Fonds mit einem Vermögen von mehr als 5 Milliarden Dollar erzielten in den drei Jahren bis Juni 2025 im Schnitt 7,8 Prozent pro Jahr. Der S&P 500 kam im selben Zeitraum auf knapp 20 Prozent jährlich.

In diesem Jahr dreht sich das Bild. Der Börsengang von SpaceX und die steigenden Bewertungen von KI-Unternehmen sorgen für eine deutliche Aufholbewegung.

SpaceX als großer Gewinner

Harvard hielt Ende Juni SpaceX-Aktien im Wert von rund 2,2 Milliarden Dollar. Es war die größte Einzelposition, die der Fonds je gehalten hatte.

Auch die University of North Carolina profitierte stark. Eine frühe Investition in SpaceX machte laut FT inzwischen rund 10 Prozent der knapp 15 Milliarden Dollar aus, die der Fonds verwaltet. Dadurch stieg die Rendite im Jahr bis Juni auf mehr als 30 Prozent.

Die University of Colorado Foundation erzielte 20,3 Prozent, auch dank SpaceX-Investitionen aus dem Jahr 2009, die inzwischen 57-mal so viel wert sind. Das zeigt, warum Venture Capital attraktiv bleibt. Einige wenige Gewinner können Jahre unterdurchschnittlicher Entwicklung auf einen Schlag wettmachen.

Doch die Erholung bleibt konzentriert

Darin liegt zugleich das Risiko. Die Erholung an den privaten Märkten ist extrem konzentriert. Laut PitchBook und der National Venture Capital Association erreichte der Exit-Wert im US-amerikanischen Venture-Capital-Markt im ersten Quartal ein Rekordniveau von 347 Milliarden Dollar.

Ohne die fünf größten Exits wäre dieser Betrag um 87 Prozent niedriger ausgefallen. Anders gesagt: Wer in den richtigen Unternehmen investiert war, erlebt ein Spitzenjahr. Wer diese Namen verpasst hat, spürt von der Erholung deutlich weniger.

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