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Der XRP-Kurs versucht, seine Erholung fortzusetzen, gerät dabei jedoch unter erheblichen Verkaufsdruck. Marktanalyst CW zufolge stehen auf Coinbase und Binance große Verkaufsorders im Markt, die einen weiteren Kursanstieg bremsen könnten.
Besonders die Marke von 1,50 Dollar fällt auf. Sollte XRP diese Schwelle überzeugend überwinden, sieht der Analyst bereits im Bereich von 1,70 bis 1,80 Dollar die nächsten Hürden.
CW stützt seine Analyse auf die Orderbücher von Coinbase und Binance. Dort ist ersichtlich, wie viele XRP Händler zu bestimmten Preisen kaufen oder verkaufen wollen.
Auf Coinbase liegt rund um 1,50 Dollar eine größere Menge XRP zum Verkauf bereit. Eine solche Verkaufswand kann den Kurs ausbremsen, weil Käufer zunächst genügend Nachfrage aufbringen müssen, um das gesamte Angebot aufzunehmen.
Die Marke ist auch psychologisch relevant. Runde Kursniveaus werden häufig genutzt, um Gewinne mitzunehmen oder neue Positionen aufzubauen.
Eine Verkaufswand bedeutet allerdings nicht, dass XRP nicht weiter steigen kann. Ist der Kaufdruck groß genug, kann das gesamte Angebot absorbiert werden und der Widerstand verschwindet.
Ein Ausbruch über 1,50 Dollar würde den Weg nach oben noch nicht freimachen. CW sieht auf Binance weitere Verkaufswände rund um 1,70 Dollar, 1,75 Dollar und 1,80 Dollar.
Damit dürfte XRP bei einer fortgesetzten Rally von Widerstand zu Widerstand laufen. Zunächst müssen Käufer die Marke von 1,50 Dollar überzeugend zurückerobern. Danach wird 1,70 Dollar zur nächsten wichtigen Prüfung.
Orderbücher sind allerdings nur eine Momentaufnahme. Verkaufsorders können jederzeit angepasst oder vollständig zurückgezogen werden. Zudem können Händler bewusst große Orders platzieren, um andere Marktteilnehmer zu beeinflussen, ohne sie tatsächlich ausführen zu wollen.
Crypto Cholo brachte eine auffälligere Theorie ins Spiel. Seiner Ansicht nach könnten große XRP-Besitzer den Kurs bewusst auf niedrigeren Niveaus halten wollen, um vor einem größeren Kursanstieg mehr Coins einzusammeln.
Belege dafür gibt es bislang nicht. Aus einem Orderbuch lässt sich zwar ablesen, wie viel XRP angeboten wird, nicht aber, wer hinter diesen Verkaufsorders steht oder aus welchem Grund sie platziert wurden.
Vorerst bleibt die Marke von 1,50 Dollar damit das wichtigste Niveau. Gelingt es Käufern, die Verkaufswand dort abzuräumen, rücken 1,70 Dollar, 1,75 Dollar und schließlich 1,80 Dollar in den Fokus. Solange das nicht geschieht, bleibt der Verkaufsdruck eine Bremse für den XRP-Kurs.
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