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Der größte Staatsfonds der Welt hat ein außergewöhnlich starkes Halbjahr hinter sich. Der norwegische Fonds profitierte vor allem von steigenden Aktienmärkten und der starken Entwicklung asiatischer Technologiewerte.

Aus den neuen Zahlen geht außerdem hervor, dass der Fonds inzwischen auch an einem der bekanntesten Unternehmen von Elon Musk beteiligt ist.

Rekordgewinn für Norwegens Staatsfonds

Der norwegische Staatsfonds erzielte in der ersten Jahreshälfte einen Rekordgewinn von mehr als 182 Milliarden Dollar. Die Rendite lag in diesem Zeitraum bei 9,4 Prozent.

Das Fondsvermögen beläuft sich derzeit auf rund 2,34 Billionen Dollar. Norges Bank Investment Management (NBIM) ist für die Verwaltung des enormen Vermögens verantwortlich.

Nach Angaben von Vorstandschef Nicolai Tangen trugen vor allem Aktien zu dem starken Ergebnis bei. „Ausschlaggebend waren die hohen Renditen an den Aktienmärkten, insbesondere bei asiatischen Technologiewerten“, sagte er.

Aktien machen mehr als zwei Drittel des Gesamtportfolios aus. Darüber hinaus investiert der Fonds unter anderem in Anleihen, Immobilien und Infrastruktur für erneuerbare Energien. Der Fonds wurde in den 1990er-Jahren gegründet, um die norwegischen Einnahmen aus Öl und Gas anzulegen, und entwickelte sich zum größten Staatsfonds der Welt.

SpaceX-Beteiligung erstmals offengelegt

Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen legte NBIM erstmals offen, wie viel Geld in SpaceX investiert ist. Der Fonds hält 0,05 Prozent an dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk.

Diese Beteiligung wurde Ende Juni mit etwas mehr als 1,2 Milliarden Dollar bewertet. Gemessen an den größten Aktienpositionen des Fonds bleibt die Investition jedoch vergleichsweise klein.

So hält der Fonds rund 1,3 Prozent am Chipkonzern Nvidia. Diese Beteiligung war zum 30. Juni etwa 61,8 Milliarden Dollar wert. Zudem besitzt er rund 1,2 Prozent an Apple, was einem Wert von etwa 52,7 Milliarden Dollar entspricht.

Auch Microsoft zählt zu den wichtigsten Investments des Fonds. NBIM ist an mehr als 7.000 Unternehmen in über 50 Ländern beteiligt. Insgesamt hält der Fonds rund 1,5 Prozent aller börsennotierten Aktien weltweit.

Vorstandschef warnt trotz Rekordgewinn

Der Rekordgewinn steht im Kontrast zu bemerkenswerten Äußerungen, die Tangen einen Tag zuvor gemacht hatte. Seiner Einschätzung nach müssen sich die Norweger auch auf das Szenario einstellen, dass der Fonds bei einem schweren weltweiten Marktcrash einen großen Teil seines Werts verliert.

Tangen ging sogar noch weiter. Auf die Frage, ob der Ölfonds vollständig verschwinden könne, sagte er, das sei möglich und in der heutigen Welt „nicht völlig unwahrscheinlich“.

Nach Ansicht des Vorstandschefs waren die vergangenen Jahrzehnte unter anderem wegen niedriger Inflation, niedriger Zinsen und vergleichsweise niedriger Steuern außergewöhnlich. Genau in dieser Phase wuchs der Fonds rasant.

Das Vermögen überschritt 2017 erstmals die Marke von 1 Billion Dollar und hat sich seitdem mehr als verdoppelt. Inzwischen wird rund ein Viertel der norwegischen Staatsausgaben indirekt durch Erträge aus dem Fonds finanziert.

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