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Der massive Hackerangriff auf Binance hat den Kryptomarkt schwer getroffen. Bei der weltweit größten Kryptobörse wurden Kryptowährungen im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar gestohlen. Der Vermögensverwalter Grayscale sieht in dem Vorfall allerdings auch eine Chance: Der Angriff könnte langfristig zu erheblichen Verbesserungen bei der Sicherheit am Kryptomarkt führen.

Grayscale erwartet höhere Sicherheitsstandards nach Binance-Hack

In einem neuen Bericht schreibt Grayscale, dass der Hackerangriff das Vertrauen der Anleger vorübergehend beeinträchtigen könnte. Langfristig rechnet das Unternehmen jedoch damit, dass Kryptobörsen ihre Sicherheitsvorkehrungen weiter verbessern.

Der Angriff zeigt, wie verwundbar selbst große Kryptobörsen sein können. Nach Erkenntnissen von Binance bereiteten die Hacker ihren Angriff monatelang vor. Über ein fingiertes Vorstellungsgespräch gelang es ihnen, Schadsoftware auf dem Computer eines Mitarbeiters zu installieren.

Anschließend drangen sie immer tiefer in die internen Systeme von Binance ein. Dabei nutzten sie auch ein internes KI-Tool, um sich Zugang zu den Computern weiterer Mitarbeiter zu verschaffen.

Für Grayscales Forschungschef Zach Pandl unterstreicht der Vorfall, wie wichtig professionelle Sicherheitsvorkehrungen und die sichere Verwahrung von Kryptowährungen sind.

Immer mehr US-Anleger investieren deshalb über börsengehandelte Fonds in Kryptowährungen. Diese Fonds beauftragen spezialisierte Dienstleister mit der sicheren Verwahrung der zugrunde liegenden Coins.

Dabei kommen verschiedene Sicherheitsmaßnahmen zum Einsatz. So werden Kryptowährungen häufig offline verwahrt. Für die Freigabe von Transaktionen sind zudem mehrere digitale Signaturen erforderlich. Einige Anbieter sind außerdem gegen bestimmte Verluste versichert.

Binance ersetzt sämtliche gestohlenen Kryptowerte

Der Hackerangriff ereignete sich am 29. Oktober und wird von der US-Bundespolizei FBI Nordkorea zugeschrieben. Damit sind die Verluste durch Krypto-Hacks in diesem Jahr auf mehr als 8 Milliarden Dollar gestiegen.

Nach Angaben von Grayscale blieb der Schaden für Binance-Kunden dennoch begrenzt. Die Börse hat inzwischen 95 Prozent der betroffenen Vermögenswerte vollständig gedeckt.

Die verbleibenden 5 Prozent entfallen auf weniger liquide Coins, deren Wiederbeschaffung mehr Zeit benötigt. Binance hat zugesichert, dass den Kunden letztlich keine Verluste entstehen werden.

Darüber hinaus haben Stablecoin-Emittenten, darunter Tether und Circle, gestohlene Kryptowerte im Umfang von rund 2,9 Milliarden Dollar eingefroren. Das entspricht etwa 45 Prozent der Gesamtsumme. Grayscale geht davon aus, dass diese Vermögenswerte letztlich an Binance zurückgegeben werden können.

Verluste im Verhältnis zum Marktwert rückläufig

Trotz des historisch großen Diebstahls erkennt Grayscale auch eine positive Entwicklung: Gemessen am Gesamtmarktwert sind die finanziellen Schäden durch Krypto-Hacks im Laufe der Jahre zurückgegangen.

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