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Goldman Sachs hebt seine Prognose für den Goldpreis deutlich angehoben. Die Bank erwartet, dass Gold bis Ende 2026 auf 5.400 Dollar pro Unze steigt, angetrieben durch fortgesetzte Käufe von Zentralbanken und eine zunehmende Flucht privater Anleger in das Edelmetall als Schutz vor makroökonomischen Risiken.
Der Goldpreis ist im vergangenen Jahr um mehr als siebzig Prozent gestiegen. Anleger flüchten massenhaft in sichere Häfen, da geopolitische Spannungen zunehmen und das Vertrauen in die Zentralbanken unter Druck steht. Laut Goldman Sachs sind nicht nur die Wahlunruhen in den USA ausschlaggebend für die Flucht in Gold, sondern vor allem tiefgreifendere Sorgen über die Nachhaltigkeit der aktuellen Geldpolitik.
„Die Risiken sind diesmal weniger vorübergehend“, schreiben die Analysten Daan Struyven und Lina Thomas. Während frühere Absicherungen oft auf spezifische Ereignisse wie Präsidentschaftswahlen abzielten, bleiben Sorgen über beispielsweise Haushaltsdefizite und Schuldenberge länger bestehen. Das führt dazu, dass Anleger Gold länger halten.
Zentralbanken bleiben laut Goldman Sachs ein wichtiger Käufer von Gold. Die Analysten erwarten durchschnittliche monatliche Käufe von 60 Tonnen im Jahr 2026. Vor allem aufstrebende Volkswirtschaften dürften ihre Reserven strukturell in Richtung Edelmetall diversifizieren.
Auch westliche Exchange Traded Funds (ETFs) spielen eine große Rolle. Seit Anfang 2025 hat sich ihr Goldbestand um etwa 500 Tonnen erhöht. Diese Zunahme geht über das hinaus, was allein durch Zinssenkungen erklärt werden kann. Goldman erwartet zudem, dass die US-Zentralbank 2026 noch einmal die Zinsen um 50 Basispunkte senkt.
Neben institutionellen Investoren und Zentralbanken investieren auch zunehmend vermögende Privatpersonen in physisches Gold oder Optionen, als Absicherung gegen Währungsabwertung – den sogenannten „Debasement Trade“. Laut Goldman Sachs gibt es hier noch erhebliches Aufwärtspotenzial.
Die Bank weist darauf hin, dass das Risiko für ihr neues Kursziel vor allem nach oben liegt: Sollte die Unsicherheit über die globale Geldpolitik anhalten, könnten Anleger noch mehr Gold kaufen. Nur ein überzeugendes Wiederherstellen des Vertrauens in die Politik könnte dieses Muster umkehren.
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