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Ghana hat den Handel mit digitalen Vermögenswerten offiziell legalisiert. Mit der Verabschiedung des Virtual Asset Service Providers Bill 2025 erhält der schnell wachsende Kryptosektor erstmals einen klaren rechtlichen Rahmen. Das neue Gesetz soll für eine bessere Aufsicht, mehr Verbraucherschutz und Vertrauen in digitale Vermögenswerte sorgen.
Das Gesetz wurde etwa drei Monate nach Einreichung vom ghanaischen Parlament angenommen. Ein genaues Inkrafttretungsdatum wurde noch nicht bekanntgegeben, aber die Aufsichtsbehörden haben bereits mit den Vorbereitungen für die Umsetzung begonnen.
Mit dem neuen Gesetz ist es in Ghana künftig erlaubt, mit digitalen Vermögenswerten wie Kryptowährungen zu handeln. Damit verschwindet die rechtliche Unsicherheit, die bisher in diesem Sektor herrschte. Laut der ghanaischen Zentralbank bedeutet dies, dass Bürger und Unternehmen nicht länger Sanktionen fürchten müssen, wenn sie mit Krypto handeln.
Kryptowährungen werden jedoch nicht als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Der ghanaische Cedi bleibt die einzige offizielle Währung des Landes.
Die Bank von Ghana (BoG) wurde als Hauptaufsichtsbehörde für den Kryptosektor bestimmt. Aktivitäten im Bereich Investitionen und Wertpapiere unterliegen der Verantwortung der Securities and Exchange Commission (SEC). Um die Aufsicht zu stärken, hat die Zentralbank ein spezielles Büro für die Regulierung virtueller Vermögenswerte eingerichtet.
Die BoG und die SEC werden in den kommenden Monaten zusätzliche Vorschriften und Richtlinien veröffentlichen. Diese sollen klarstellen, welche Anforderungen Krypto-Unternehmen und Dienstleister erfüllen müssen, um in Ghana legal tätig zu sein.
Das Interesse an digitalen Vermögenswerten hat in Ghana in den letzten Jahren stark zugenommen, besonders bei jungen Menschen. Die Regierung schätzt, dass etwa 3 Millionen Ghanaer, fast jeder fünfte Einwohner, einen digitalen Vermögenswert besitzen.
Laut Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis gehört Ghana zu den fünf führenden afrikanischen Ländern in Bezug auf den Wert der empfangenen digitalen Währungen im Jahr, das im Juni 2025 endete. Auch national stieg das Handelsvolumen stark an. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres wurden Krypto-Transaktionen im Wert von umgerechnet etwa 10 Milliarden Dollar durchgeführt, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
Ein wichtiges Ziel des neuen Gesetzes ist der Schutz von Verbrauchern und Anlegern. In der Vergangenheit wurden in Ghana viele Menschen Opfer von Kryptobetrug, darunter Schneeballsysteme und gefälschte Investmentplattformen, die oft unerfahrene Investoren ins Visier nahmen.
Laut BoG-Gouverneur Johnson Asiama bietet das neue Gesetz der Regierung bessere Mittel zur Risikobeherrschung und Betrugsbekämpfung. Erst letzten Monat fror die Regierung über 15 Millionen Dollar an digitalen Vermögenswerten ein, die mit einem internationalen Betrugsfall in Verbindung standen.
Die ghanaische Kryptogemeinschaft reagiert positiv auf die Legalisierung digitaler Vermögenswerte. Unternehmer und Entwickler erwarten, dass die neuen Regelungen Innovation fördern und internationale Zusammenarbeit erleichtern werden.
Laut Start-ups in Accra bietet der rechtliche Rahmen endlich Klarheit und Sicherheit. Dadurch können sie an Blockchain-Lösungen für internationale Zahlungen und grenzüberschreitenden Handel arbeiten, ohne Angst vor plötzlichen staatlichen Eingriffen zu haben.
Ghana ist mit dieser Entwicklung nicht allein. Bereits Anfang des Jahres führte auch Kenia neue Gesetze für digitale Vermögenswerte ein, die Lizenzanforderungen und Vorschriften zum Anlegerschutz enthalten. Immer mehr afrikanische Länder setzen auf Regulierung statt auf Verbote.
Mit dem neuen Gesetz positioniert sich Ghana als ein Land, das das Wachstum des Kryptomarktes mit Aufsicht, Sicherheit und Vertrauen verbinden möchte. Dies soll sowohl lokalen Nutzern als auch internationalen Akteuren mehr Sicherheit bieten.
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