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Heute Abend wird das Protokoll der September-Zinssitzung der US-Notenbank veröffentlicht. Es könnte für Aktien, Gold, Bitcoin (BTC) und insbesondere den Anleihemarkt von Bedeutung sein.
Bei ihrer Sitzung am 15. und 16. September erhöhte die US-Notenbank unter Vorsitz von Kevin Warsh den Leitzins einstimmig um 25 Basispunkte. Die Währungshüter signalisierten zudem, dass 2026 voraussichtlich noch eine weitere Zinserhöhung folgen werde.
Das Protokoll wird heute um 20:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Sie möchten sofort erfahren, was darin steht und wie die Märkte reagieren? Laden Sie die Newsbit-App herunter und erhalten Sie direkt bei der Veröffentlichung eine Push-Mitteilung.
Seit der Sitzung hat sich die Lage allerdings verändert. Der US-Arbeitsmarkt hat sich deutlich abgeschwächt, und auch die am PCE-Preisindex gemessene Inflation fiel niedriger aus als erwartet. Damit ist die vom Markt erwartete Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im Oktober stark gesunken.

Anleger achten deshalb vor allem darauf, wie groß die Unterstützung innerhalb der US-Notenbank für eine weitere Zinserhöhung war.
Sollte das Protokoll zeigen, dass mehrere Währungshüter bereits im September Zweifel an einer weiteren Straffung hatten, würde dies die aktuelle Markterwartung bestätigen.
Ein deutlich restriktiver Ton könnte dagegen die Erwartungen an eine Zinserhöhung Ende Oktober wieder verstärken.
Von Interesse ist außerdem, wie die Währungshüter den raschen Anstieg der US-Anleiherenditen beurteilen.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt inzwischen deutlich über fünf Prozent. Dadurch haben sich die Finanzierungsbedingungen bereits erheblich verschärft – auch ohne weitere Zinserhöhungen der Fed.
Das wirkt sich auf Hypotheken, Unternehmenskredite, die Bewertungen am Aktienmarkt und letztlich auf das Wirtschaftswachstum aus.
Jüngste Äußerungen von US-Notenbankern deuten zudem darauf hin, dass sie weniger Handlungsdruck sehen. Unter anderem haben John Williams und Fed-Vizechef Philip Jefferson erklärt, eine rasche weitere Zinserhöhung sei derzeit nicht erforderlich.
Das Protokoll ist zum Teil bereits überholt, da die schwächeren Konjunkturdaten erst nach der September-Sitzung veröffentlicht wurden. Dennoch zeigt es, wie überzeugt die Währungshüter damals von der Notwendigkeit einer weiteren Zinserhöhung waren.
Ein weniger restriktiver Ton könnte die kurzfristigen Zinsen und den Dollar weiter unter Druck setzen und Gold, Aktien sowie Bitcoin stützen.
Warnt die Fed dagegen weiterhin vor hartnäckiger Inflation, insbesondere angesichts der hohen Energiepreise, könnte der Anleihemarkt erneut unter Druck geraten.
Entscheidend ist heute Abend daher nicht, was die US-Notenbank im September beschlossen hat, sondern wie entschlossen sie tatsächlich zu der angekündigten weiteren Zinserhöhung war.
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