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Die US-Notenbank muss nach Ansicht von Fed-Vertreterin Beth Hammack handeln, um die Inflation weiter zurückzudrängen. Die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland hält die aktuelle Zinspolitik für nicht restriktiv genug, um die US-Wirtschaft ausreichend zu bremsen.
Ihre Äußerungen fallen in eine wichtige Phase. Die Federal Reserve (Fed) entscheidet am 15. und 16. September erneut über die Zinsen. Nach dem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag taxieren Anleger die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in diesem Monat inzwischen auf etwas mehr als 60 Prozent.
„Nach allem, was ich derzeit höre, ist jetzt Handeln gefragt“, schrieb Hammack am Freitag auf LinkedIn.
Aus ihrer Sicht deuten sowohl die Konjunkturdaten als auch Gespräche mit Unternehmen in ihrer Region darauf hin, dass die aktuellen Zinsen die US-Wirtschaft noch nicht stark genug bremsen. Solange die Inflation zu hoch bleibe, sei das ein Problem.
Sie verweist unter anderem auf ein Gespräch mit einem Hersteller aus dem Nordosten Ohios. Das Unternehmen verzeichnet bei vielen Rohstoffen und anderen Produktionskosten Preissteigerungen von mehr als zehn Prozent. Nach Einschätzung des Unternehmers sollte die Fed die Zinsen deshalb weiter anheben.
Hammack spricht sich bereits seit Längerem für eine strengere Zinspolitik aus. Im Juli gehörte sie zu den drei Währungshütern, die gegen die Entscheidung stimmten, die Zinsen unverändert zu lassen. Schon damals plädierte sie für eine Zinserhöhung.
Hammacks Äußerungen folgen kurz auf den US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag. Die Daten fielen stärker aus als erwartet und verschärfen damit die Debatte über eine weitere Zinserhöhung.
Ein robuster Arbeitsmarkt gibt der Fed mehr Spielraum, die Zinsen im Kampf gegen die Inflation anzuheben. Zugleich können höhere Zinsen Aktien und risikoreiche Anlagen wie Bitcoin (BTC) und andere Coins belasten.
Anleger taxieren die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Sitzung am 15. und 16. September inzwischen auf etwas mehr als 60 Prozent.
Der Zeitpunkt von Hammacks Botschaft ist bemerkenswert. Ab Freitag um Mitternacht beginnt die übliche Schweigephase vor dem Zinsentscheid. Fed-Vertreter dürfen sich dann nicht mehr öffentlich zur Geldpolitik äußern. Ihre Aussagen gehören damit zu den letzten Signalen aus der Notenbank, bevor die Fed später in diesem Monat über die Zinsen entscheidet.
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