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Die Sparkassen öffnen ihren Kunden den Zugang zum Kryptohandel. Erste Kunden können Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen direkt in ihrer gewohnten Banking-App kaufen und verkaufen. Damit wird der Kryptohandel für potenziell 40 Millionen Kunden leichter zugänglich. Das neue Angebot hat allerdings eine wesentliche Einschränkung.

Bitcoin-Handel direkt in der Sparkassen-App

Die Sparkassen sind keine einzelne Bank, sondern ein Verbund lokaler und regionaler Kreditinstitute. Gemeinsam betreuen sie rund 40 Millionen Kunden und sind eine wichtige Säule des deutschen Bankensystems, insbesondere für Privathaushalte und kleinere Unternehmen.

Der neue Dienst heißt „Krypto – powered by Deka“ und wird über die DekaBank angeboten, das zentrale Wertpapierhaus und den Vermögensverwalter der Sparkassen-Finanzgruppe.

Kunden können zunächst fünf Kryptowährungen handeln: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), XRP, Solana (SOL) und Polygon (POL). Der Handel erfolgt direkt in der bestehenden Sparkassen-App. Ein separates Konto bei einer Kryptobörse ist damit nicht mehr nötig.

Die Einführung erfolgt schrittweise. Mehr als 230 Sparkassen haben Interesse an dem Kryptodienst bekundet. Jeden Monat sollen Dutzende weitere Institute angeschlossen werden.

Pro Order fallen 0,99 Euro an, hinzu kommt die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Eine persönliche Anlageberatung zu Kryptowährungen gibt es nicht. Der Dienst richtet sich damit vor allem an Kunden, die ihre Anlageentscheidungen selbst treffen.

Keine volle Kontrolle über die eigenen Coins

Wer Bitcoin über die Sparkasse kauft, hat allerdings nicht dieselbe Kontrolle wie bei einer selbst verwalteten Wallet. Die privaten Schlüssel bleiben bei der DekaBank. Kunden können ihre Coins nicht ohne Weiteres auf eine eigene Wallet übertragen.

Das Angebot ist damit einfach zu nutzen, aber weniger attraktiv für Anleger, die Wert auf die vollständige Kontrolle über ihre Kryptobestände legen. Für Einsteiger hingegen kann der unkomplizierte Kauf über die eigene Bank eine wichtige Einstiegshürde beseitigen.

Der Schritt ist bemerkenswert: Noch vor wenigen Jahren standen viele Sparkassen Kryptowährungen ausgesprochen zurückhaltend gegenüber. Starke Kursschwankungen, Betrugsfälle und unklare regulatorische Vorgaben waren wesentliche Gründe dafür.

Diese Haltung ändert sich inzwischen rasch. Klarere europäische Vorgaben durch die MiCA-Verordnung und eine wachsende Kundennachfrage scheinen immer mehr traditionelle Banken zum Umdenken zu bewegen.

Auch andere große deutsche Finanzinstitute verfolgen ähnliche Pläne. Die Deutsche Bank, Deutschlands größtes Geldhaus, will innerhalb weniger Wochen mit der Verwahrung von Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und verschiedenen Stablecoins für Unternehmen und institutionelle Kunden beginnen. 2027 soll der Dienst auch in Asien angeboten werden.

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