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Frankreich und andere europäische Länder haben vorsichtige Gespräche mit dem Iran aufgenommen, um eine Vereinbarung über die sichere Passage durch die Straße von Hormus zu erzielen. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit den Bemühungen vertraute Quellen.
Auch Italien hat versucht, Kontakt mit Teheran aufzunehmen, da die Sorgen über die effektive Sperrung einer der wichtigsten Energierouten der Welt wachsen. Der Ölpreis schwankt um 100 Dollar pro Barrel, seit die Schifffahrtsroute nahezu vollständig blockiert ist.
Laut zwei der Quellen gibt es keine Garantie, dass die Gespräche tatsächlich vorankommen oder dass der Iran bereit ist, über die Angelegenheit zu verhandeln. Der neue iranische Oberste Führer Mojtaba Khamenei erklärte Anfang dieser Woche im staatlichen Fernsehen, dass die Straße von Hormus „als Druckmittel gegen den Feind geschlossen bleiben muss“.
Die europäischen Bemühungen stehen damit in starkem Kontrast zur amerikanischen Vorgehensweise. Washington konzentriert sich zunächst vollständig auf militärische Maßnahmen und die Zerstörung der offensiven Kapazitäten des Iran. Energieminister Chris Wright räumte am Donnerstag ein, dass die US-Marine derzeit nicht in der Lage ist, Tanker sicher durch die Meerenge zu geleiten.
Die europäischen Initiativen verdeutlichen, wie anfällig der Kontinent für die Energiekrise ist. Europa ist stark von importierter Energie abhängig und wird von den hohen Öl- und Gaspreisen stärker getroffen als die USA, die als größter Ölproduzent der Welt von höheren Preisen profitieren.
Der Euro fiel diese Woche auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten gegenüber dem Dollar, unter anderem aufgrund der sich verschlechternden europäischen Handelsbilanz. Sollte die Straße von Hormus länger geschlossen bleiben, droht Europa eine Inflationswelle, die die Europäische Zentralbank in eine schwierige Lage bringt.
Die südkoreanische Börse legte heute mit einem Anstieg von 2,55 Prozent aufgrund einer neuen KI-Rally in Asien einen beeindruckenden Auftritt hin.
EZB-Direktorin Schnabel fordert Zinserhöhung im Juni, selbst bei Friedensschluss mit Iran. Die Schäden an der Energieinfrastruktur sind zu groß.
Arbeitnehmer in immer mehr wohlhabenden Ländern geraten erneut unter Druck. Die Preise steigen schneller als die Löhne aufgrund des Iran-Kriegs.
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