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Ethereum (ETH) erlebt den stärksten Monat seit Langem. Der Ethereum-Kurs ist im laufenden Monat um fast 30 Prozent gestiegen und nähert sich wieder der Marke von 2.000 Dollar. Auffällig ist, dass ETH dabei auch gegenüber Bitcoin (BTC) aufholt – eine Entwicklung, die Anleger seit Monaten kaum gesehen hatten.
Institutionelle Käufe, starke ETF-Zuflüsse und ein sinkendes Angebot sorgen für eine auffällige Erholung. Doch ist das bereits der Beginn eines größeren Trends?
Ethereum (ETH) ist seit den Tiefständen von Ende Juni bei rund 1.500 bis 1.600 Dollar auf etwa 1.980 Dollar gestiegen. Damit liegt der Coin in diesem Monat mehr als 27 Prozent im Plus. Historischen Daten von CoinGlass zufolge zählt der Juli damit bereits jetzt zu den besten Monaten für Ethereum in den vergangenen Jahren.
Ein wichtiger Treiber ist das wachsende Interesse großer Marktteilnehmer. So kaufte BitMine, das von Tom Lee geführte Unternehmen, in der vergangenen Woche weitere 9.946 ETH hinzu. Damit hält das Unternehmen inzwischen fast 5,8 Millionen ETH, was rund 4,8 Prozent des umlaufenden Angebots entspricht.
Der größte Teil dieser Position ist zudem im Staking gebunden. Rund 85 Prozent der ETH von BitMine erzeugen damit keinen unmittelbaren Verkaufsdruck mehr. Gleichzeitig sinkt auch die auf Börsen verfügbare Menge an Ethereum weiter, wodurch das handelbare Angebot kleiner wird.
Auch die US-amerikanischen Spot-Ethereum-ETFs ziehen weiter Kapital an. In der vergangenen Woche flossen netto rund 104 Millionen Dollar in diese Fonds. Das war die dritte positive Woche in Folge und zugleich deutlich mehr als bei den Spot-Bitcoin-ETFs im selben Zeitraum.
Nicht nur der Ethereum-Kurs in Dollar rückt in den Fokus. Auch das ETH/BTC-Verhältnis zeigt eine deutliche Verbesserung.
Die ETH/BTC-Ratio ist in Richtung 0,030 BTC gestiegen und hat damit einen fallenden Trendkanal verlassen, der Ethereum monatelang belastet hatte. Die beigefügte TradingView-Grafik zeigt, dass das Verhältnis in den vergangenen Tagen spürbar zugelegt hat. Ethereum entwickelt sich derzeit also besser als Bitcoin.

Diese relative Stärke gilt unter Analysten als wichtiges Signal. In früheren Marktzyklen war eine steigende ETH/BTC-Ratio häufig ein Vorzeichen für Phasen, in denen Altcoins besser abschnitten als Bitcoin.
Auch die Aktivität im Ethereum-Netzwerk bleibt hoch. Aktuellen Daten zufolge liegt die Zahl der täglich aktiven Nutzer inzwischen nahe am Niveau von Bitcoin. Gleichzeitig bleiben die Transaktionsgebühren vergleichsweise niedrig, was die Attraktivität des Netzwerks erhöht.
Der nächste wichtige Widerstand liegt bei rund 2.156 Dollar, dem Hoch aus dem Juni. Zudem befindet sich zwischen etwa 1.975 und 2.000 Dollar eine große Konzentration von Verkaufsorders, die den Anstieg vorübergehend bremsen könnte.
Gelingt Ethereum ein überzeugender Ausbruch über 2.156 Dollar, richten viele Analysten den Blick auf Kursziele zwischen 2.350 und 2.500 Dollar. Ein Anstieg auf 3.000 Dollar bis zum Ende des dritten Quartals würde vom aktuellen Niveau aus allerdings weiterhin einen zusätzlichen Gewinn von rund 50 Prozent erfordern.
Ausgeschlossen ist dieses Szenario nicht, es hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Die Zuflüsse in die ETFs, die anhaltende institutionelle Nachfrage, die Entwicklung der Weltwirtschaft und die allgemeine Marktstimmung werden darüber entscheiden, ob Ethereum das aktuelle Momentum halten kann. Ein Rücksetzer nach der starken Juli-Rally bleibt daher ebenfalls ein realistisches Szenario.
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