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Ethereum (ETH) ist Bitcoin (BTC) seit Monaten als Anlage überlegen. Die Nummer zwei des Kryptomarkts entwickelt sich seit Anfang Juni besser als die Nummer eins – ein Bild, das in den vergangenen Jahren oft anders aussah.

Ein seltenes Chartsignal deutet darauf hin, dass die Aufholbewegung noch nicht abgeschlossen ist. Genau dieses Signal hat Anleger in der Vergangenheit allerdings schon mehrfach in die Irre geführt.

„Golden Cross“ im ETH/BTC-Chart

Das Verhältnis zwischen beiden Assets, die ETH/BTC-Ratio, ist seit dem Tief vom 6. Juni um 25 Prozent gestiegen. Für einen Ether lassen sich damit inzwischen 25 Prozent mehr Bitcoin kaufen. Am Tiefpunkt lag die Ratio bei 0,02525 BTC, aktuell sind es 0,03188 BTC.

Seit diesem Tag hat Bitcoin um gut 29 Prozent zugelegt, während Ethereum um 63 Prozent gestiegen ist. Mit der größten Altcoin hätte sich in diesem Zeitraum also mehr als doppelt so viel verdienen lassen.

Am vergangenen Mittwoch bildete sich sogar die größte Tageskerze seit dem vergangenen Sommer, als der Markt nach dem Eingriff des US-Finanzministeriums am Anleihemarkt zur Senkung der langfristigen Renditen kräftig anzog.

Zudem kam es Anfang des Monats im Chart zu einem sogenannten „Golden Cross“. Der exponentielle gleitende Durchschnitt über 50 Tage stieg über die 100-Tage-Linie.

Ein Golden Cross im ETH/BTC-Chart.
Ein Golden Cross im ETH/BTC-Chart. – Quelle: TradingView

Der kurzfristige Durchschnitt steigt damit stärker als der langfristige. Händler werten das als Hinweis darauf, dass die Aufwärtsbewegung genügend Breite hat, um sich fortzusetzen.

Allerdings enthält das Signal keine Variable, die in die Zukunft weist. Die Kreuzung ist daher keine Prognose, sondern eine Aussage über die Vergangenheit.

Zweimal richtig, zweimal falsch

Von den vier früheren Kreuzungen in der ETH/BTC-Ratio erwiesen sich zwei als profitabel. Die andere Hälfte endete mit Verlusten.

Die Kreuzung vom 25. Juli 2025 brachte zunächst einen Anstieg von 36 Prozent innerhalb von vier Wochen. Anschließend drehte die Ratio jedoch in einen deutlich tieferen Rückgang.

Der Februar 2021 war das stärkste Beispiel. Damals folgte ein Anstieg um 93 Prozent auf 0,0824 bis Mitte Mai desselben Jahres.

Im Mai und August 2022 verlief es anders. Beide Kreuzungen entpuppten sich als Bull Trap, also als Fehlsignal, das Käufer in den Markt lockte und kurz darauf drehte. Die Ratio gab nahezu sofort wieder nach.

Für den übrigen Markt ist diese Ratio wichtiger als der Ethereum-Kurs allein. Steigt sie, gehen Händler in der Regel mehr Risiko ein, wovon auch andere Altcoins wie Ripple (XRP) und Solana (SOL) profitieren.

Der Chart steht nun an einer interessanten Stelle. Im Jahr 2025 fand die Ratio hier mehrfach Unterstützung, während sich diese Zone Anfang des Jahres noch als Widerstand erwiesen hatte.

Der ETH/BTC-Chart notiert an einer wichtigen Marke.
Der ETH/BTC-Chart notiert an einer wichtigen Marke. – Quelle: TradingView

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