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Aus US-amerikanischen Ethereum-ETFs fließt im Oktober in großem Umfang Kapital ab. Anleger haben inzwischen mehr als eine Milliarde Dollar aus den Fonds abgezogen. Zugleich ist der Ethereum-Kurs deutlich gefallen. Bei Bitcoin (BTC) zeichnet sich dagegen eine Wende ab: Nach vorherigen Abflüssen verzeichnen die US-amerikanischen Bitcoin-Fonds wieder Zuflüsse von mehreren Hundert Millionen Dollar.
Die US-amerikanischen Ethereum-Spot-ETFs stehen unter Druck. Nach Daten von Newsbit haben Anleger seit Anfang Oktober netto 1,08 Milliarden Dollar aus den Fonds abgezogen. Allein am Dienstag flossen weitere 26 Millionen Dollar ab.
Der Kontrast zum September ist deutlich. Im vergangenen Monat flossen noch 832 Millionen Dollar in die Ethereum-Fonds. Die Abflüsse im Oktober haben diese Zuflüsse inzwischen vollständig aufgezehrt. Damit steuern die US-amerikanischen Ethereum-ETFs auf ihren schlechtesten Monat seit November 2025 zu.
Auch die positive Bilanz für das Gesamtjahr 2026 gerät unter Druck. Seit Jahresbeginn verzeichnen die Fonds noch Nettozuflüsse von rund 485 Millionen Dollar. Damit ist in diesem Jahr weiterhin mehr Kapital zu- als abgeflossen, doch der Überschuss schrumpft rasch.
Ein ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds. Über einen Ethereum-Spot-ETF können Anleger an der Kursentwicklung von Ethereum (ETH) teilhaben, ohne den Coin selbst kaufen oder verwahren zu müssen.
Die hohen Abflüsse zeigen, dass Anleger derzeit bei Investitionen in Ethereum über diese Fonds zurückhaltender sind.
Die Schwierigkeiten der ETFs gehen mit einem deutlichen Rückgang des Ethereum-Kurses einher.
Anfang Oktober notierte ETH noch bei rund 2.700 Dollar. Inzwischen ist der Kurs auf 2.438 Dollar gesunken. Damit hat Ethereum in diesem Monat 9,7 Prozent an Wert verloren.
Auch im Gesamtjahr 2026 sind die Verluste erheblich. Laut Daten von CoinGecko liegt Ethereum seit Jahresbeginn fast 18 Prozent im Minus.
Bei Bitcoin fallen die Verluste deutlich geringer aus. Der Bitcoin-Kurs liegt zum Zeitpunkt der vorliegenden Kursdaten bei rund 83.100 Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 2,2 Prozent seit Anfang Oktober. Seit Jahresbeginn 2026 beträgt das Minus etwa 5,3 Prozent.
Bitcoin behauptet sich damit deutlich besser als Ethereum. Dieser Unterschied zeigt sich nicht nur in der Kursentwicklung, sondern auch im Interesse der Anleger an den US-amerikanischen ETFs.
Anhaltende Abflüsse aus ETFs können auf ein nachlassendes Anlegerinteresse hindeuten. Daraus folgt jedoch nicht zwangsläufig, dass der Ethereum-Kurs weiter sinkt. Auch die wirtschaftliche Entwicklung, die Zinserwartungen und das allgemeine Vertrauen in den Kryptomarkt beeinflussen den Kurs.
Während aus Ethereum-Fonds weiterhin Kapital abfließt, zeigen sich bei den US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs Anzeichen einer Erholung.
Laut Newsbit flossen am Montag 527 Millionen Dollar in die Fonds. Am Dienstag kamen weitere 23 Millionen Dollar hinzu.
Damit verzeichneten die Bitcoin-Fonds innerhalb von nur zwei Handelstagen Zuflüsse von insgesamt 550 Millionen Dollar. Das ist eine bemerkenswerte Wende, nachdem zuvor im Monatsverlauf noch hohe Beträge abgeflossen waren.
Trotz der jüngsten Erholung überwiegen im Oktober weiterhin die Abflüsse. Seit Monatsbeginn haben Anleger netto rund 67 Millionen Dollar aus den Bitcoin-ETFs abgezogen.
Der Unterschied zu Ethereum bleibt dennoch erheblich. Während die Ethereum-Fonds in diesem Monat Abflüsse von mehr als einer Milliarde Dollar verzeichnen, bleibt der Nettoabfluss bei Bitcoin vergleichsweise gering.
Auch im Gesamtjahr 2026 schneiden die Bitcoin-Fonds besser ab. Laut SoSoValue verzeichnen die US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs seit Jahresbeginn Nettozuflüsse von rund 809 Millionen Dollar.
Die Zahlen zeigen, dass Anleger bei börsengehandelten Fonds derzeit ein größeres Interesse an Bitcoin als an Ethereum haben.
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