Der erste Spot Exchange-Traded Fund (ETF) für XRP debütiert diese Woche in den Vereinigten Staaten. Damit erhalten amerikanische Anleger erstmals regulierten Zugang zur drittgrößten Kryptowährung der Welt.
XRPR: regulierter Zugang zu XRP
Das Fonds wird von REX Shares ausgegeben und wird unter dem Ticker XRPR gehandelt. Im Gegensatz zu den Spot Bitcoin und Ethereum ETFs, die als Rohstoff-Trusts unter dem Securities Act von 1933 registriert sind, fällt XRPR unter den Investment Company Act von 1940. Das ist dieselbe rechtliche Struktur, die auch für traditionelle Investmentfonds gilt.
Laut den Dokumenten der Aufsichtsbehörde investiert das Fonds mindestens achtzig Prozent direkt in XRP. Der Rest wird in Staatsanleihen, Geldmarktfonds und Bargeld gehalten. Anleger erhalten also echte Spot-Exposition, obwohl Raum bleibt, Derivate einzusetzen, falls dies notwendig erscheint.
Bedeutung für den XRP-Kurs und Markt
Die Einführung fällt zusammen mit einem wachsenden Interesse an Altcoins. Nate Geraci, Präsident von NovaDius Wealth Management, sieht die Ankunft von XRPR als einen ersten großen Test für die Nachfrage nach solchen Produkten. Er weist darauf hin, dass futures-basierte XRP ETFs bereits mehr als 1 Milliarde Dollar unter Verwaltung haben.
Gleichzeitig stehen andere große Akteure bereit. So haben unter anderem Bitwise und Franklin Templeton Anträge für ihre eigenen XRP ETFs eingereicht. Das setzt zusätzlichen Druck auf den Markt und macht XRPR zu einem wichtigen Indikator für das Interesse der Anleger.
Kritische Anmerkungen zur Struktur
Bloomberg-Analyst James Seyffard betont, dass XRPR streng genommen kein reines Spotfonds ist. Laut ihm lässt die Formulierung in den Dokumenten Raum für den Einsatz von Derivaten „falls nötig“, um die Exposition gegenüber XRP zu erhalten.
Dennoch markiert die Einführung eine deutliche Verschiebung: Während bisher nur Bitcoin und Ethereum für regulierte Spot-ETFs in Frage kamen, scheint nun die Tür für mehr Vielfalt auf dem Kryptomarkt offen zu stehen.
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