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Der US-Dollar hält sich nahe seinem Vierwochenhoch, während sich Anleger auf den Zinsentscheid der Federal Reserve einstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank in dieser Woche die Zinsen anhebt, ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen.
Gleichzeitig sorgen fallende Ölpreise für eine gewisse Entlastung beim Inflationsdruck. An den Finanzmärkten steht jedoch weiter vor allem der Kurs der Fed im Fokus.
Der Dollarindex, der den Wert der US-Währung gegenüber einem Korb wichtiger Währungen misst, lag am Dienstag stabil bei rund 101,5 Punkten. Damit notiert der Dollar weiter nahe dem höchsten Stand seit Anfang Juli.

Nach Marktdaten von LSEG taxieren Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Sitzung am Mittwoch inzwischen auf fast 40 Prozent. Vor einer Woche lag sie noch bei rund 20 Prozent. Für die Sitzung im September wird sogar eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 95 Prozent eingepreist.
Die Erwartungen an höhere Zinsen haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Renditen von US-Staatsanleihen sind seit April gestiegen, getrieben von Sorgen über eine anhaltend hohe Inflation. Verstärkt wurden diese Sorgen durch die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sowie durch den vergleichsweise straffen Ton von Fed-Chef Kevin Warsh.
Dominic Bunning, Leiter der G10-Devisenstrategie bei Nomura, sieht im Anstieg der US-Anleiherenditen den wichtigsten Grund dafür, dass der Dollar in den vergangenen Monaten so robust geblieben ist. Zugleich warnt er, Anleger könnten eine Zinserhöhung bereits zu stark einpreisen. Sollte die Fed am Mittwoch vorsichtigere Signale senden, könnte dies eine schnelle Verkaufswelle beim Dollar auslösen.
Zwar sind die Ölpreise gefallen, nachdem die USA beschlossen hatten, Angriffe auf Iran vorerst auszusetzen. Die Anleiherenditen halten sich jedoch weiter nahe ihren höchsten Ständen der vergangenen Monate. Damit bleibt die Unterstützung für den Dollar zunächst bestehen.
Anleger blicken in dieser Woche zudem auf mehrere wichtige US-Konjunkturdaten. Veröffentlicht werden unter anderem das Wirtschaftswachstum für das zweite Quartal und die Kern-PCE-Inflation. Vor allem Letztere gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der Federal Reserve und könnte für die Zinspolitik der kommenden Monate entscheidend sein.
Nicht nur die Federal Reserve steht in dieser Woche im Mittelpunkt. Auch die Bank of England und die Bank of Japan legen ihre Zinsentscheidungen vor. Von beiden Notenbanken wird erwartet, dass sie die Zinsen unverändert lassen. Anleger achten jedoch vor allem auf Hinweise zu möglichen künftigen Kursänderungen.
In Japan bleibt der schwache Yen ein zentrales Thema. Die Währung fiel zuletzt gegenüber dem Dollar auf den niedrigsten Stand seit rund 40 Jahren. Die japanische Regierung hatte bereits zuvor am Devisenmarkt interveniert, allerdings nur mit vorübergehender Wirkung.
Auch der Kryptomarkt geriet unter Druck. Bitcoin (BTC) verlor rund 2,3 Prozent und fiel auf etwa 63.400 Dollar, während Ethereum (ETH) um mehr als drei Prozent nachgab.
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