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Der makroökonomische Kalender rückt in dieser Woche an der Wall Street wieder stark in den Fokus. Im Mittelpunkt steht derzeit die Zinspolitik der US-Notenbank. Seit der ersten Zinssitzung von Kevin Warsh als Vorsitzendem der Notenbank rechnet der Markt plötzlich mit weiteren Zinserhöhungen.
In der vergangenen Woche gingen diese Erwartungen bereits etwas zurück. In dieser Woche könnte mit der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls am Mittwoch erneut Volatilität aufkommen.
Selten dürfte das Protokoll einer Zinssitzung der US-Notenbank für die Finanzmärkte so wichtig gewesen sein. Der Grund: Unter Kevin Warsh gibt die US-Notenbank bewusst weniger Hinweise auf ihren künftigen Kurs.
Damit soll der Markt stärker auf Konjunkturdaten reagieren. Nach Einschätzung von Warsh hatten Investoren zu sehr versucht, die Reaktion der Notenbank auf neue Daten vorwegzunehmen – gestützt auf deren Kommunikation. Künftig will er weniger Orientierung geben, damit die Märkte unmittelbarer auf die Zahlen reagieren.
Das soll auch der US-Notenbank ein klareres Bild der wirtschaftlichen Lage liefern. So zumindest der Plan. Dennoch bietet das Protokoll dem Markt nun wieder einen Einblick in die Überlegungen der US-Notenbank. Entscheidend ist, ob das restriktive Bild, das die Märkte von der Zinssitzung am 17. Juni gewonnen hatten, durch das Protokoll bestätigt wird.
Neben der US-Notenbank stehen in dieser Woche auch Konjunkturdaten im Mittelpunkt. Den Auftakt macht heute etwa der Services PMI von S&P Global. Er gilt als wichtiger Stimmungsindikator für den Dienstleistungssektor in den Vereinigten Staaten.
Für die Wirtschaft, die Anleiherenditen und die Finanzmärkte im weiteren Sinne ist dieser Sektor von großer Bedeutung, da Dienstleistungen rund 70 Prozent der US-Wirtschaft ausmachen.
Darüber hinaus werden Daten zum Arbeitsmarkt und zum Immobilienmarkt veröffentlicht. Zudem legt die Internationale Energieagentur (IEA) einen wichtigen Bericht zu den Energiemärkten vor. Schließlich ist nicht zu vergessen, dass der Iran-Konflikt noch nicht endgültig beigelegt ist.
Dieser Eindruck entsteht zwar, weil der Ölpreis wieder auf dem Niveau von vor dem Konflikt notiert. Tatsächlich steht ein endgültiges Friedensabkommen aber weiterhin aus.
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