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Die Coinbase-Aktie ist seit gestern um rund 17 Prozent gestiegen. Die US-Kryptobörse profitiert deutlich von der plötzlichen Erholung am Kryptomarkt. Bitcoin (BTC) sprang auf 72.000 Dollar, auch große Altcoins wie Ethereum (ETH), XRP und Solana (SOL) verbuchen kräftige Gewinne.
Auch andere Krypto-Aktien legen stark zu. Strategy, der weltweit größte börsennotierte Bitcoin-Halter, ist seit gestern sogar um rund 23 Prozent gestiegen.
Für Coinbase kommt zudem Rückenwind aus Washington hinzu. CEO Brian Armstrong traf gestern Präsident Donald Trump, der den Kongress erneut zu klareren Krypto-Regeln in den USA aufforderte.
Der starke Kryptomarkt ist für Coinbase besonders relevant. Wenn die Kurse stark schwanken und das Interesse an Krypto zunimmt, steigt in der Regel auch die Handelsaktivität. Coinbase verdient unter anderem an Transaktionen auf seiner Plattform und kann daher von höheren Handelsvolumina profitieren.

Bei Strategy ist die Lage anders. Das Unternehmen hält enorme Bitcoin-Bestände und reagiert deshalb häufig stark auf Bewegungen des Bitcoin-Kurses. Da BTC wieder über 70.000 Dollar notiert, ist auch der Wert der Bitcoin-Reserven von Strategy deutlich gestiegen. Die Aktie legte seit gestern um rund 23 Prozent zu.

Zusätzliche Unterstützung erhielt die breite Rally, nachdem das US-Finanzministerium überraschend angekündigt hatte, mehr langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen. Dadurch fielen die langfristigen US-Renditen, während der Dollar nachgab. Das erhöhte die Nachfrage nach riskanteren Anlagen wie Aktien und Krypto.
Verstärkt wurde der Anstieg anschließend durch Händler, die auf fallende Kryptokurse gesetzt hatten. Nach Daten von CoinGlass wurden binnen 24 Stunden gehebelte Positionen im Wert von rund 3,3 Milliarden Dollar liquidiert. Etwa 3 Milliarden Dollar davon entfielen auf Short-Positionen.
Für Coinbase spielt außerdem das gestrige Treffen im Weißen Haus eine wichtige Rolle. Armstrong saß dort gemeinsam mit Trump und weiteren führenden Vertretern der Kryptobranche am Tisch.
Trump forderte den Kongress bei dem Treffen auf, eine aus seiner Sicht faire Fassung des CLARITY Act zu verabschieden. Das Gesetz soll klarer festlegen, wie der US-Kryptomarkt reguliert wird und welche Zuständigkeiten bei den Aufsichtsbehörden SEC und CFTC liegen.
Für Coinbase könnte diese Klarheit entscheidend sein. Das Unternehmen war jahrelang mit Unsicherheit über die Krypto-Regeln in den USA konfrontiert und fordert seit Langem einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen.
Armstrong rechnet damit, dass am 15. September eine wichtige Abstimmung über den CLARITY Act stattfinden könnte. Ob der Entwurf tatsächlich angenommen wird, ist weiterhin offen.
Für Krypto-Aktien kommen derzeit mehrere günstige Faktoren zusammen. Der Bitcoin-Kurs steigt kräftig, die Handelsaktivität nimmt zu, und aus Washington kommen positivere Signale zur Regulierung. Coinbase steht dadurch seit gestern rund 17 Prozent höher, während Strategy mit einem Plus von etwa 23 Prozent noch stärker von der Erholung profitiert.
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