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Die US-Aktienmärkte dürften zum Start in die neue Börsenwoche fester eröffnen, gestützt von einer Erholung bei Chipwerten.
Anleger richten den Blick in dieser Woche auf die Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne. Sie sollen mehr Aufschluss darüber geben, ob sich die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz auszahlen. Zugleich bleiben Ölpreise und geopolitische Spannungen ein Belastungsfaktor im Hintergrund.
Die Futures auf den Nasdaq 100 legten vor Handelsbeginn um mehr als ein Prozent zu, nachdem der Index zuvor drei Tage in Folge Verluste verzeichnet hatte. Auch die Futures auf den S&P 500 notierten im Plus.
Besonders deutlich erholten sich Chipwerte. Ein wichtiger Gradmesser für die US-Halbleiterbranche stieg im vorbörslichen Handel um nahezu drei Prozent. In Hongkong gewann Alibaba an Wert, nachdem der Konzern ein neues Open-Source-KI-Modell vorgestellt hatte. Nach Angaben des Unternehmens soll das Modell mit den besten US-Modellen konkurrieren können, zugleich aber deutlich geringere Kosten verursachen.
Dennoch bleiben Anleger vorsichtig. Der jüngste Durchbruch des chinesischen Start-ups Moonshot AI hat erneut Fragen zur künftigen Nachfrage nach hochentwickelten KI-Chips aufgeworfen. Das Modell soll Rechenleistung effizienter nutzen, benötigt für den Betrieb aber weiterhin viel Speicher.
In dieser Woche rücken die Quartalszahlen der großen US-Technologiekonzerne in den Mittelpunkt. Alphabet eröffnet am Mittwoch die Berichtssaison der sogenannten KI-Hyperscaler.
Die Ergebnisse kommen zu einem wichtigen Zeitpunkt. Chipwerte, die zu Jahresbeginn noch zu den stärksten Titeln im S&P 500 gehörten, stehen seit einigen Wochen unter Druck. Anleger wollen daher wissen, ob die milliardenschweren KI-Investitionen erste Erträge liefern.
Andrea Gabellone, Leiter globale Aktien bei KBC Securities, zufolge achten Anleger vor allem auf zwei Punkte: welche Umsätze KI bereits generiert und welche Investitionen die großen Technologiekonzerne in der kommenden Zeit planen.
Der Ölpreis gab am Montag einen Teil seiner vorherigen Gewinne wieder ab. Berichte, wonach die Vereinigten Staaten und der Iran diplomatisch weiter in Kontakt bleiben, nahmen den Sorgen vor möglichen Störungen der Ölversorgung etwas Schärfe. Brent-Öl fiel letztlich um rund zwei Prozent auf etwa 86 Dollar je Barrel.
Die Renditen amerikanischer und europäischer Staatsanleihen gingen leicht zurück. Am Devisenmarkt zeigte sich der Dollar nahezu unverändert, während europäische Aktien kaum Bewegung verzeichneten. Bitcoin zeigt heute einen moderaten Kursanstieg.
Joachim Klement, Stratege bei Panmure Liberum, zufolge bleibt die Stimmung an den Finanzmärkten trotz der jüngsten Schwäche im Technologiesektor positiv. Er verweist darauf, dass die Erwartungen an die kommenden Quartalszahlen hoch sind und die Berichte zu einem wichtigen Gradmesser für das Vertrauen der Anleger werden.
Goldman Sachs sieht die KI-Rally abkühlen und nennt drei Anlagestrategien, die nach Einschätzung der US-Investmentbank in nächster Zeit besonders stark abschneiden könnten.
Europäische Rüstungsaktien geben trotz höherer Verteidigungsbudgets nach. Anleger zweifeln, wann politische Zusagen zu steigenden Gewinnen führen.
Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Notenbank, sorgt an den Märkten vorerst für erhebliche Nervosität.
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
Ein Krypto-Analyst sieht bei XRP ein historisches Muster zurückkehren und nennt 42 Dollar als langfristiges Kursziel – vorausgesetzt, ein wichtiger Widerstand wird zuvor überwunden.