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Die chinesische Wirtschaft verlangsamte sich im November weiter. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Konsumausgaben wuchsen weniger stark als erwartet. Das schürt erneut Sorgen über die Nachhaltigkeit des gegenwärtigen Wachstumsmodells und die Notwendigkeit von Reformen.
Laut Zahlen des Nationalen Statistikamtes stieg die Industrieproduktion im November im Jahresvergleich um 4,8 Prozent. Das ist das niedrigste Wachstumstempo seit August und niedriger als die von Ökonomen prognostizierten 5 Prozent. Der Einzelhandelsumsatz stieg um nur 1,3 Prozent, das schwächste Niveau seit Dezember 2022.
Ökonomen verweisen auf das Auslaufen von Konsumsubventionen, rückläufige Staatsausgaben und die anhaltenden Probleme im Immobiliensektor. „Die Wirtschaft verlangsamte sich im November auf breiter Front, insbesondere die schwachen Einzelhandelsumsätze waren auffällig“, so Zhang Zhiwei von Pinpoint Asset Management.
Der Immobiliensektor bleibt ein schwaches Glied. Die Immobilieninvestitionen gingen in den ersten elf Monaten des Jahres um 15,9 Prozent zurück. Dies führte zu einem allgemeinen Rückgang der Festinvestitionen um 2,6 Prozent. Der Projektentwickler Vanke versucht inzwischen, eine Zahlungsausfall zu vermeiden, nachdem ein Rückzahlungsvorschlag von den Anleihegläubigern abgelehnt wurde.
Da die Inlandsnachfrage unter Druck steht, setzt Peking verstärkt auf den Export, um das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten. Doch auch hier gibt es geopolitische Hindernisse. Der französische Präsident Emmanuel Macron drohte kürzlich mit zusätzlichen Importzöllen, und Mexiko erhöht im nächsten Jahr die Zölle auf chinesische Produkte auf 50 Prozent.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) plädiert für schnellere Reformen, insbesondere im Immobiliensektor, in dem etwa 70 Prozent des privaten Vermögens gebunden sind. Laut dem IWF könnte die Bereinigung dieses Sektors China bis zu 5 Prozent des BIP kosten.
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