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Chainlink hat ein umfassendes Update für seine Technologie veröffentlicht, mit der Blockchains miteinander kommunizieren können. Mit CCIP 2.0 können Unternehmen zusätzliche Sicherheitsprüfungen einbauen, wenn sie Token oder Informationen zwischen verschiedenen Netzwerken übertragen.
Das Update folgt wenige Monate nach einem großen Bridge-Hack, bei dem Hunderte Millionen Dollar verloren gingen. Chainlink will mit der neuen Architektur verhindern, dass eine einzige schwache Prüfstelle ausreicht, um große Krypto-Bestände zu gefährden.
Chainlink ist vor allem als Oracle-Netzwerk bekannt. Damit können Blockchains Informationen nutzen, die außerhalb ihres eigenen Netzwerks verfügbar sind, etwa aktuelle Kryptokurse.
Mit dem Cross-Chain Interoperability Protocol, kurz CCIP, geht Chainlink einen Schritt weiter. Die Technologie ermöglicht es, Token und Nachrichten zwischen verschiedenen Blockchains zu übertragen.
Das ist wichtig, weil Blockchains normalerweise nicht von selbst miteinander kommunizieren können. Dafür kommen häufig sogenannte Bridges zum Einsatz.
Gerade bei diesen Bridges kann ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen. Das System muss prüfen, ob eine Transaktion auf der einen Blockchain tatsächlich stattgefunden hat, bevor in einem anderen Netzwerk Token freigegeben werden.
Gelingt es einem Angreifer, diese Prüfung zu manipulieren, kann das System eine Einzahlung annehmen, obwohl sie nicht erfolgt ist. Im schlimmsten Fall werden dadurch Token freigegeben, ohne dass ihnen reale Vermögenswerte gegenüberstehen.
Mit CCIP 2.0 können Organisationen deshalb zusätzliche Prüfinstanzen einbinden. Diese unabhängigen Kontrollen bestätigen, ob eine Transaktion gültig ist. Unternehmen können sie selbst betreiben oder externe Anbieter damit beauftragen.
Wie anfällig solche Systeme sein können, zeigte der Angriff auf Kelp DAO. Hacker erbeuteten über die Bridge des Projekts rund 292 Millionen Dollar in rsETH.
Die Bridge nutzte LayerZero und stützte sich bei einer zentralen Prüfung auf eine einzige Prüfinstanz. Den Angreifern gelang es, diese Kontrolle zu umgehen.
Nach dem Hack entbrannte eine Debatte über die gewählte Sicherheitsarchitektur. LayerZero erklärte, Kelp hätte mehrere Prüfinstanzen einrichten können. Kelp verwies dagegen darauf, dass Mitarbeiter von LayerZero die Konfiguration zuvor geprüft hätten, ohne nach Darstellung des Projekts Einwände zu erheben.
Diese Struktur war zudem kein Einzelfall. Daten von CoinGecko zeigten damals, dass auch fast die Hälfte der aktiven Anwendungen auf LayerZero nur eine einzige Prüfinstanz nutzte.
Nach dem Angriff kündigte Kelp an, rsETH zu Chainlink verlagern zu wollen.
Die neue Version gibt Unternehmen mehr Spielraum, verändert zugleich aber einen wichtigen Teil der bisherigen Sicherheitsstruktur.
In der vorherigen Version von CCIP prüfte ein separates Risk Management Network Transaktionen ein weiteres Mal. Damit waren standardmäßig zwei voneinander getrennte Netzwerke an der Absicherung beteiligt.
In CCIP 2.0 übernimmt dieses Netzwerk diese spezielle Rolle nicht mehr. Organisationen können künftig selbst zusätzliche Prüfinstanzen hinzufügen, wenn sie eine weitere Kontrolle wünschen.
Damit liegt ein größerer Teil der Sicherheitsentscheidung bei den Unternehmen selbst. Wer keine zusätzliche Prüfinstanz einrichtet, stützt sich in der Standardkonfiguration bei der Kontrolle auf ein einziges Netzwerk.
Chainlink betont, dass das eigene Netzwerk weiterhin jede Übertragung prüft. Nach Angaben des Unternehmens besteht dieses Netzwerk aus 16 unabhängigen Node-Betreibern.
Unternehmen können darauf mehrere zusätzliche Kontrollen aufsetzen. Chainlink nennt unter anderem Infosys und Nethermind als Anbieter solcher Verifizierungsdienste.
Bestehende CCIP-Nutzer wurden automatisch auf Version 2.0 umgestellt. Chainlink hat bislang nicht bekanntgegeben, welche Organisationen die neue Möglichkeit zusätzlicher Prüfinstanzen tatsächlich nutzen. Aave und Maple haben jedoch bereits mit der Implementierung anderer Funktionen aus dem Update begonnen.
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