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Am Kurs ist es nicht abzulesen, doch Bitcoin (BTC) hat seinen besten Tag an der Wall Street seit Wochen erlebt. Die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs verzeichneten gestern unter dem Strich Zuflüsse von mehr als einer halben Milliarde Dollar – vor allem dank BlackRock. Dennoch belastet der Verkaufsdruck aus den USA den Bitcoin-Kurs schon seit Längerem.

IBIT sorgt für hohe Zuflüsse

BlackRocks IBIT-Fonds verzeichnete gestern Zuflüsse von 665,2 Millionen Dollar. Für den weltweit größten Bitcoin-Fonds war es das beste Ergebnis seit dem 8. Oktober.

Aus den übrigen elf Fonds flossen zusammen netto 138,5 Millionen Dollar ab. Bei neun Fonds hielten sich Zu- und Abflüsse weitgehend die Waage. Fidelity verzeichnete dagegen Abflüsse von 83,6 Millionen Dollar, Grayscale von 54,9 Millionen Dollar. Insgesamt ergibt sich damit ein Nettozufluss von 526,7 Millionen Dollar.

BlackRocks Bitcoin-Fonds hat seit seiner Auflegung im Januar 2024 bereits mehr als 66 Milliarden Dollar eingesammelt und hält inzwischen rund 811.000 Bitcoin.

Die folgende Grafik zeigt die täglichen Mittelbewegungen im Vergleich zum Bitcoin-Kurs. Während des jahrelangen Kursanstiegs entwickelte sich das börsengehandelte Produkt besonders gut. Nach dem Höchststand im vergangenen Jahr folgten deutliche Rückschläge. In den vergangenen Monaten hat sich die Entwicklung jedoch wieder verbessert.

Nettozuflüsse und -abflüsse beim Bitcoin-Fonds von BlackRock und der Bitcoin-Kurs.
Nettozuflüsse und -abflüsse beim Bitcoin-Fonds von BlackRock und der Bitcoin-Kurs. – Quelle: SoSoValue

Der letzte besonders hohe Tageszufluss bei IBIT lag unmittelbar vor der kräftigen Kursrally im August. Damals legte Bitcoin innerhalb von etwas mehr als einem Monat um rund 40 Prozent zu.

IBIT ist allerdings nicht der einzige Bitcoin-Fonds von BlackRock. Seit Juni wird auch der iShares Bitcoin Premium Income ETF (BITA) an der Nasdaq gehandelt. Der Fonds verkauft Optionen auf Bitcoin und schüttet so regelmäßige Erträge aus. Dafür verzichten Anleger auf einen Teil der möglichen Kursgewinne.

Gestern reichte BlackRock zudem einen Antrag für einen dritten Fonds ein: den iShares Bitcoin Managed Protection ETF (PBIT). Hier steht dagegen die Verlustbegrenzung im Vordergrund. Anleger verzichten auf einen Teil der Gewinne, sind dafür aber je Anlageperiode gegen die ersten rund zehn Prozent Kursverlust abgesichert.

Auch für Ethereum (ETH) bietet BlackRock inzwischen zwei Fonds an. Der iShares Ethereum Trust (ETHA) bildet seit Juli 2024 den Ether-Kurs ab. Der iShares Staked Ethereum Trust (ETHB) setzt seit März einen Großteil seiner Coins für Staking ein.

ETHA ist mit großem Abstand der größte Ethereum-Fonds am Markt. Auffällig ist allerdings, dass er gestern Abflüsse von 95,4 Millionen Dollar verzeichnete.

Hoher Bitcoin-Verkaufsdruck aus den USA

Der Bitcoin-Kurs kommt seit einiger Zeit kaum voran. Käufer verteidigen die vorherige Ausbruchszone, während Verkäufer weitere Kursanstiege immer wieder ausbremsen.

Bitcoin-Kurs bleibt stabil, während Anleger aus den USA in großem Umfang verkaufen. – Quelle: TradingView/Newsbit

Die Bitcoin-Fonds verzeichnen zuletzt wechselhafte Mittelbewegungen. Zugleich belastet der anhaltende Verkaufsdruck aus den USA den Kurs.

Die Coinbase Bitcoin Premium ist seit 27 Tagen in Folge negativ. Zuletzt wurde Bitcoin auf Coinbase mit einem immer größeren Abschlag gehandelt.

Frühere starke Rallys gingen mit einem schrumpfenden Preisabstand zu anderen großen Börsen einher. Die Entwicklung dieses Abschlags bleibt daher ein wichtiger Indikator.

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