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Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock will einen neuen Bitcoin-Fonds auf den US-Markt bringen. Das börsengehandelte Produkt soll Anleger vor besonders hohen Verlusten schützen. Die Absicherung hat allerdings ihren Preis: Auch die Gewinne werden begrenzt.
Nach dem iShares Bitcoin Trust (IBIT) und dem iShares Bitcoin Premium Income ETF will BlackRock einen dritten Bitcoin-Fonds (BTC) an die Börse bringen. Anleger sollen damit bis zu einer Obergrenze an Kursanstiegen teilhaben können, während Verluste teilweise abgefedert werden.
IBIT ist seit Januar 2024 an der Börse notiert und hält laut eigener Website knapp 803.000 Bitcoin im aktuellen Wert von mehr als 65 Milliarden Dollar. Der andere Fonds wurde im Juni aufgelegt. Er erzielt zusätzliche Einnahmen, indem er Kaufoptionen verkauft, die zum späteren Erwerb von Bitcoin zu einem festgelegten Preis berechtigen. Diese Einnahmen schüttet er monatlich an die Anleger aus.
BlackRock hat den Antrag gestern bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht. Der Fonds soll iShares Bitcoin Managed Protection ETF heißen und unter dem Kürzel PBIT gehandelt werden.
PBIT nutzt Optionen auf IBIT. Der Fonds erwirbt das Recht, Bitcoin später zu etwa 90 Prozent des aktuellen Kurses zu kaufen. Fällt der Kurs darunter, soll der Verlust grundsätzlich auf rund zehn Prozent begrenzt bleiben.
Darin liegt der Unterschied zum im Juni aufgelegten Fonds, der solche Optionen ausschließlich verkauft. Auch PBIT verkauft Optionen, verwendet die Erlöse aber zur Finanzierung der Absicherung. Dadurch werden zugleich die möglichen Gewinne begrenzt.
Diese Absicherung ist jedoch keine verbindliche Garantie. Jeden Monat beginnt ein neuer Zeitraum mit einer eigenen Absicherungsschwelle. Nach einem Kursanstieg liegt diese Schwelle weiter unter dem aktuellen Kurs. Auch extreme Kursschwankungen können den Schutz beeinträchtigen, warnt BlackRock.
Der Fonds kauft selbst keine Bitcoin. Über die Optionen könnte er allerdings indirekt Kapital in IBIT lenken.
Neben Bitcoin bietet BlackRock auch Zugang zu Ethereum (ETH), der zweitgrößten Kryptowährung.
Der erste Ethereum-Fonds, der iShares Ethereum Trust (ETHA), ging im Juli 2024 an die Börse. Im März folgte der iShares Staked Ethereum Trust ETF (ETHB). Dieser Fonds setzt einen Teil seiner Ethereum-Bestände für das Staking ein, trägt damit zur Absicherung des Netzwerks bei und erhält dafür zusätzliche Coins.
ETF-Experte Nate Geraci zeigt sich schockiert darüber, dass BlackRock andere Kryptowährungen wie Solana (SOL) und Ripple (XRP) nicht berücksichtigt. Er habe zumindest einen Krypto-Index-ETF erwartet, der in mehrere verschiedene Coins investiert.
BlackRock sei offenbar sehr davon überzeugt, sich ausschließlich auf BTC und ETH zu konzentrieren, fügt Geraci hinzu.
Warum sollte BlackRock auch auf kleinere Coins setzen, die sich bislang über einen kürzeren Zeitraum bewährt haben? IBIT ist die erfolgreichste ETF-Neuauflage aller Zeiten und zugleich der Fonds, mit dem das Unternehmen am meisten verdient. ETHA wiederum war erst der dritte Fonds überhaupt, dessen verwaltetes Vermögen innerhalb eines Jahres die Marke von zehn Milliarden Dollar erreichte.
Inzwischen zeigt sich auch, dass das Interesse an anderen Coins deutlich geringer ausfällt. Am beliebtesten sind die Fonds auf XRP und Solana. Ihnen flossen seit dem Sommer vergangenen Jahres jeweils knapp zwei Milliarden Dollar zu.
Fidelity, der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt, bietet dagegen eine breitere Auswahl. Neben Fonds auf Bitcoin (FBTC) und Ethereum (FETH) hat das Unternehmen seit November 2025 auch einen Solana-Fonds (FSOL) im Angebot.
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