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Nach Einschätzung von BlackRock werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Bitcoin (BTC) zunehmend günstiger. Vor allem die steigende US-Staatsverschuldung und hohe Haushaltsdefizite könnten die Kryptowährung als Alternative zu klassischen Anlagen attraktiver machen.
Anleger scheinen diese Entwicklung bereits vorwegzunehmen. Der Bitcoin-ETF von BlackRock verzeichnete eine außergewöhnlich starke Handelswoche.
Robbie Mitchnick, Leiter des Bereichs digitale Assets bei BlackRock, sieht Bitcoin immer stärker als entstehenden Wertspeicher. Gleichzeitig fließen erneut Milliardenbeträge in den börsengehandelten Fonds des Vermögensverwalters.
Mitchnick verwies in einem Interview mit CNBC vor allem auf die Lage der US-Staatsfinanzen. Die hohe Staatsverschuldung und die großen Haushaltsdefizite seien aus seiner Sicht ein zentraler Belastungsfaktor für die Finanzmärkte.
„Schulden und Haushaltsdefizite bereiten den Märkten große Sorgen“, sagte Mitchnick. Sobald diese Themen wieder stärker in den Fokus rückten, profitierten seiner Einschätzung nach häufig „Assets wie Bitcoin und Gold“.
Damit rückt der BlackRock-Manager Bitcoin zunehmend in die Nähe von Gold. Beide Anlagen können für Investoren interessant werden, die sich gegen die Folgen steigender Schulden und die Unsicherheit rund um traditionelle Währungen absichern wollen.
Mitchnick verweist zudem auf die Entwicklung anderer Märkte. Aktien blieben zuletzt hinter Bitcoin und Gold zurück, während der Anleihemarkt von Nervosität geprägt war. Dass Bitcoin gerade in diesem Umfeld stark abschneidet, stützt aus seiner Sicht die These, dass BTC in Anlageportfolios eine eigenständige Rolle gewinnt.
Mitchnicks Bedenken stehen nicht allein. Immer mehr Marktbeobachter warnen vor der Tragfähigkeit der US-Staatsverschuldung. Dabei geht es auch um das Risiko finanzieller Repression. Gemeint sind Maßnahmen, mit denen Staaten die Finanzierungskosten hoher Schulden begrenzen wollen. In einem solchen Umfeld kann Kapital schneller in knappe Assets wie Gold und Bitcoin fließen.
Dieses Interesse zeigt sich deutlich beim iShares Bitcoin Trust, besser bekannt als IBIT. Der börsengehandelte Fonds von BlackRock verzeichnete die stärkste positive Handelswoche seit seinem Start im Januar 2024.
Insgesamt wechselten in der vergangenen Woche 439,5 Millionen Anteile den Besitzer. Gleichzeitig stieg der Preis von IBIT um 22,59 Prozent auf 43,68 Dollar. Es war damit die beste Woche für den Fonds seit Februar 2024.
Zudem flossen IBIT netto 1,33 Milliarden Dollar an frischem Kapital zu. Im laufenden Monat belaufen sich die Zuflüsse inzwischen auf 2,64 Milliarden Dollar. Nach Daten von SoSoValue ist das der höchste monatliche Zufluss seit Oktober 2025.
Der absolute Handelsrekord von IBIT bleibt allerdings bestehen. In der Woche, in der der Bitcoin-Kurs in Richtung 60.000 Dollar einbrach, wurden mehr als 700 Millionen Anteile gehandelt. Der Unterschied: Die Rekordaktivität der vergangenen Woche fiel mit einem kräftigen Kursanstieg zusammen.
Das macht die Handelsaktivität bemerkenswert. Die Kombination aus steigenden Preisen, hohen Handelsvolumina und milliardenschweren Zuflüssen deutet darauf hin, dass große Investoren während der Rally aktiv Bitcoin-Positionen aufgebaut haben.
Die starke Woche von IBIT verlief nahezu parallel zum Bitcoin-Kurs. BTC stieg im selben Zeitraum um rund 23 Prozent und lag laut der Quelle bei etwa 79.700 Dollar.
BlackRock steht im Zentrum dieser Entwicklung. IBIT ist inzwischen der größte US-Spot-Bitcoin-ETF und hat seit seinem Start rund 63 Milliarden Dollar an Anlegerkapital angezogen.
Für Mitchnick ist vor allem die Kombination aus makroökonomischer Unsicherheit und der Entwicklung von Bitcoin entscheidend. Während traditionelle Märkte uneinheitlich abschneiden, zeigt BTC aus seiner Sicht weiter, dass Anleger den Coin immer häufiger als eigenständigen Wertspeicher behandeln.
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