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Der Bitcoin- (BTC)-Kurs steht am Beginn einer wichtigen Woche. Zentralbanken, Inflationsdaten und Quartalszahlen der größten Technologiekonzerne könnten den Ton an den Finanzmärkten vorgeben.
Anleger blicken vor allem auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB), neue Inflationsdaten aus Großbritannien und die Quartalszahlen von Alphabet, Tesla und Intel. Zugleich wächst die Erwartung, dass Strategy, das Unternehmen von Michael Saylor, im Laufe des Tages erneut einen Bitcoin-Kauf bekannt gibt.
Der makroökonomische Kalender ist in dieser Woche dicht gefüllt. Mehrere Termine könnten den Bitcoin-Kurs und andere riskante Anlagen bewegen.
Am Mittwoch werden die britischen Inflationsdaten veröffentlicht. Ökonomen rechnen mit einem leichten Rückgang der Teuerungsrate von 2,8 auf 2,7 Prozent. Das klingt zunächst positiv. Die Bank of England geht jedoch davon aus, dass die Inflation im weiteren Jahresverlauf wegen höherer Energiekosten wieder anzieht.
Am Donnerstag richtet sich der Blick nach Frankfurt. Dann gibt die EZB ihren Zinsentscheid bekannt. Erwartet wird, dass der Einlagensatz unverändert bei 2,25 Prozent bleibt. Anleger achten vor allem auf die Aussagen von Präsidentin Christine Lagarde. Sollte sie signalisieren, dass weitere Zinserhöhungen wegen steigender Energiepreise nicht vom Tisch sind, könnte das die Volatilität an den Finanzmärkten erhöhen.
Am Freitag folgen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) aus den USA, Europa und Großbritannien. Sie liefern einen ersten Eindruck von der wirtschaftlichen Aktivität im Juli. Zudem werden in den USA Daten zu den Verkäufen neuer Häuser veröffentlicht.
Bereits früher in der Woche stehen außerdem die US-Ölvorräte und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Diese Zahlen stehen zwar meist weniger im Fokus als ein Zinsentscheid oder Inflationsdaten, können aber dennoch zusätzliche Bewegung an den Finanzmärkten auslösen – und damit auch am Kryptomarkt.
Neben den makroökonomischen Daten steht in dieser Woche auch die US-Berichtssaison im Mittelpunkt.
Am Mittwochabend legen Alphabet und Tesla ihre Quartalsergebnisse vor. Besonders aufmerksam verfolgen Anleger die Ausblicke auf Investitionen in künstliche Intelligenz. Die zentrale Frage lautet, ob die milliardenschweren KI-Ausgaben tatsächlich zu höheren Gewinnen führen.
Auch Texas Instruments und IBM veröffentlichen am Mittwoch Zahlen. Am Donnerstag ist Intel an der Reihe. Vor allem Intel könnte wichtige Hinweise auf die Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren liefern – ein Thema, das an den Technologiebörsen in den vergangenen Wochen für erhebliche Unruhe gesorgt hat.
Starke Ergebnisse könnten das Vertrauen in Wachstumswerte stützen. Enttäuschende Zahlen dürften dagegen erneut Druck auf die Aktienmärkte ausüben, was häufig auch auf Krypto durchschlägt.
Für Krypto-Anleger könnte es noch einen weiteren wichtigen Termin geben.
Michael Saylor deutete am Sonntag auf X erneut einen neuen Bitcoin-Kauf durch Strategy an. Das Unternehmen hält inzwischen 843.775 BTC und hat seine Liquiditätsposition in den vergangenen Wochen durch Aktienverkäufe deutlich gestärkt.
Nach einer kurzen Pause seit Ende Juni spekulieren Anleger darauf, dass Strategy heute erneut einen größeren Kauf ankündigt. Ein solches Muster war in den vergangenen Jahren häufiger an Montagen zu beobachten.
Ein neuer Kauf würde den Markt nicht unmittelbar verändern. Er würde aber bestätigen, dass einer der größten institutionellen Bitcoin-Inhaber langfristig weiter überzeugt ist. Gerade weil Strategy seine Treasury-Strategie in den vergangenen Monaten angepasst hat und stärker auf finanzielle Flexibilität setzt, wird eine mögliche Wiederaufnahme der Käufe besonders genau beobachtet.
Für den Bitcoin-Kurs dürfte es damit eine Woche werden, in der makroökonomische Daten, Unternehmenszahlen und mögliche Nachrichten von Strategy deutliche Kursbewegungen auslösen können.
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