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Bitcoin (BTC) hat keine gute Woche hinter sich – weder im Chart noch an der US-Börse. Der Kurs liegt knapp 4 Prozent niedriger, die börsengehandelten Fonds verzeichneten den größten Mittelabfluss seit zehn Wochen. Das Sentiment steht unter Druck, und dafür gibt es klare Gründe.
Die Bitcoin-Fonds haben in dieser Woche mehr als 462 Millionen Dollar an Kapital verloren. Das ist das schwächste Ergebnis seit der Woche vom 2. Juli.
Zudem ist es der erste negative Nettofluss seit einem Monat. In den vergangenen drei Wochen flossen im Schnitt fast 1,3 Milliarden Dollar pro Woche zu. Die Bitcoin-ETFs waren so stark wie seit den Hochphasen des Bullmarkts nicht mehr, doch diese Serie ist nun gerissen.

Der Donnerstag war mit Abstand der schwächste Tag der vergangenen Woche: 282,7 Millionen Dollar flossen ab. Auch alle anderen Handelstage endeten im Minus.
Das galt selbst für gestern, obwohl der Bitcoin-Kurs um fast 1 Prozent zulegte. Zum Start an der Wall Street lag er zeitweise 4 Prozent im Plus, gab diese Gewinne anschließend aber vollständig wieder ab.
Die Ethereum-Fonds schlossen gestern dagegen mit einem Zufluss von 193 Millionen Dollar. Der Ethereum-Kurs stieg ebenfalls etwa doppelt so stark wie Bitcoin, gab am Ende aber ebenfalls den Großteil wieder ab. Auf Wochensicht kamen dennoch 168,8 Millionen Dollar hinzu.
Der Coinbase Bitcoin Premium Index lag zuletzt zeitweise noch knapp über null, rutscht nun aber wieder deutlicher ins Minus.

Der Indikator vergleicht den Bitcoin-Preis auf der US-Börse Coinbase mit dem Preis auf der weltweit genutzten Plattform Binance. Zahlen Amerikaner weniger, deutet das auf eine schwächere Nachfrage aus den USA hin.
Der Bitcoin-Kurs zeigt in dieser Woche eine deutliche rote Wochenkerze. Aktuell steht ein Minus von 3,71 Prozent zu Buche – das schwächste Wochenergebnis seit fast drei Monaten.

Sorgen bereitet, dass die aktuelle rote Wochenkerze etwas größer ausfällt als die grüne Kerze der Vorwoche. Dieses Muster wird als Bearish Engulfing Candle bezeichnet und gilt häufig als Vorzeichen für einen stärkeren Rückgang. Im Mai trat es ebenfalls auf, anschließend fiel der Kurs um weitere 25 Prozent.
Bitcoin hat allerdings mehrere wichtige Marken zurückerobert. Dazu zählen etwa der Short-Term-Holder Realized Price, also der durchschnittliche Kaufpreis jüngerer Bitcoin-Käufer, und der 200-Tage-Durchschnitt.
Nach einer Rally von immerhin 30 Prozent wäre eine Korrektur ohnehin nicht ungewöhnlich. Bitcoin hätte dann die Chance, ein Higher Low auszubilden und anschließend erneut das 50-Wochen-Mittel (die rote Linie) sowie das Mai-Hoch von knapp 83.000 Dollar anzugreifen.
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