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Der Kurs von Bitcoin (BTC) steht erneut unter Druck und ist inzwischen unter 77.000 Dollar gefallen. Die anhaltende Schwäche am Kryptomarkt bereitet Anlegern Sorgen. Ein wichtiger technischer Indikator zeigt nun ein Muster, auf das in der Vergangenheit starke Kursverluste folgten.
Im Fokus steht der Guppy Multiple Moving Average (GMMA), ein vom Trader Daryl Guppy entwickelter technischer Indikator. Er dient dazu, Aufwärts- und Abwärtstrends zu erkennen.

Der Indikator besteht aus zwei Gruppen gleitender Durchschnitte, die den Durchschnittskurs über verschiedene Zeiträume abbilden. Eine Gruppe erfasst die kurzfristige Kursentwicklung, die andere den längerfristigen Verlauf.
Im Tageschart ist der Bitcoin-Kurs inzwischen unter beide Gruppen gefallen. Auch die kurzfristigen Durchschnittslinien liegen mittlerweile unter den langfristigen.
Das gilt als bearishes Signal. Es deutet auf zunehmenden Verkaufsdruck und schwindendes Vertrauen der Anleger in eine rasche Erholung hin.
Auffällig ist, dass inzwischen auch die langfristigen Durchschnittslinien nach unten tendieren. Das verstärkt das negative Signal.
Dasselbe Muster war in diesem Jahr bereits zweimal im Bitcoin-Chart zu sehen. In beiden Fällen folgten deutliche Kursverluste.
Ende Januar trat ein vergleichbares Signal auf. Anschließend fiel Bitcoin von rund 90.000 auf 62.000 Dollar.
Ende Mai zeigte sich das Warnsignal erneut. Anfang Juni fiel der Bitcoin-Kurs daraufhin von 73.000 auf unter 60.000 Dollar.
Ein erneuter Kurseinbruch ist damit allerdings nicht vorprogrammiert. Im August und September 2025 gab es ähnliche Signale, doch Bitcoin erholte sich jeweils rasch.
Die aktuelle Lage ist dennoch bedenklich, da auch andere Entwicklungen auf eine Abschwächung des Marktes hindeuten.
So verzeichnen US-Bitcoin-ETFs hohe Mittelabflüsse. Zudem gibt es Hinweise auf eine nachlassende Nachfrage aus den Vereinigten Staaten. Am Optionsmarkt sichern sich Anleger außerdem zunehmend gegen mögliche Kursverluste ab.
Es gibt aber auch Gründe für Optimismus. Heute finden in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen statt. Nach früheren Wahlen verzeichnete Bitcoin jeweils einen kräftigen Kursanstieg. In den zwölf Monaten nach den vergangenen drei Zwischenwahlen legte der Bitcoin-Kurs im Durchschnitt um 53,7 Prozent zu.
Die Wahl von 2010 wurde dabei nicht berücksichtigt, da der Kryptomarkt damals noch sehr klein war.
Diese Kursanstiege müssen allerdings nicht unmittelbar mit den Wahlen zusammenhängen. Historisch bewegt sich Bitcoin in etwa vierjährigen Zyklen, die mit dem Halving verbunden sind. Dabei wird die Vergütung für Bitcoin-Miner etwa alle vier Jahre halbiert.
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