Der Bitcoin-Kurs fiel gestern unter die symbolische Grenze von 100.000 Dollar, nachdem die Vereinigten Staaten drei nukleare Einrichtungen im Iran bombardiert hatten. Daraufhin reagierte der Iran mit der Schließung der Straße von Hormus, durch die täglich über 15 Millionen Barrel Öl transportiert werden.
Inzwischen ist Bitcoin wieder auf 101.000 Dollar gestiegen und scheint sich etwas zu erholen.
Was können wir jetzt von Bitcoin erwarten?
Das Klima scheint trotz der vorsichtigen Erholung nicht ideal für einen Angriff auf das Allzeithoch. Dafür gibt es einfach zu viel Unsicherheit.
Darin spielt der Konflikt zwischen Israel und Iran (und jetzt auch den USA) natürlich eine Rolle. Die Schließung der Straße von Hormus sorgt für Angst vor einem starken Anstieg der Ölpreise.
Darüber hinaus besteht immer noch ein Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt. Die Trump-Regierung konnte immer noch keine Abkommen mit Japan, Europa und China erreichen.
Weiterhin waren die jüngsten makroökonomischen Daten aus den Vereinigten Staaten schwächer als erwartet. Es sind vorsichtige Risse in der amerikanischen Wirtschaft sichtbar.
Alles in allem schafft das nicht das ideale Klima für risikoreiche Anlagen (Bitcoin/Aktien). Aus diesem Grund scheint eine Periode seitwärtiger Kursaktion naheliegend.
Seitwärtige Kursaktion für Bitcoin
Seitwärtige Kursaktion, weil eine echte Bärenmarkt unter den aktuellen Bedingungen auch noch nicht wahrscheinlich scheint. Für einen Bärenmarkt sind die Umstände noch zu positiv.
Es ist beispielsweise unwahrscheinlich, dass die Trump-Regierung eine Rezession akzeptieren wird. Für 2026 stehen die Zwischenwahlen an. Wenn Trump diese verliert, dann verliert er wichtige Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus.
Das kann er nicht gebrauchen, wenn er effektiv regieren will. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Wirtschaft gut bleibt, da er sonst möglicherweise Wähler verliert.
Darüber hinaus können sich die USA und China keine Rezession leisten, weil sie sonst das AI-Rennen gegeneinander zu verlieren drohen.
Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass die Welt einer schwierigen wirtschaftlichen Periode entgegensieht. Daher scheint es sehr wahrscheinlich, dass Bitcoin in den kommenden Monaten hauptsächlich seitwärts bleibt und also keine echte Richtung wählt.
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