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Heute ist ein tiefroter Tag am Kryptomarkt – und auch darüber hinaus. Bitcoin (BTC) fällt den dritten Tag in Folge, Altcoins trifft es noch deutlich härter.
Die stärksten Werte der vergangenen Wochen haben mehr als 10 Prozent verloren, viele Anleger fürchten einen größeren Einbruch. Dafür gibt es derzeit jedoch kaum Anlass.
Innerhalb von eineinhalb Tagen ist der Bitcoin-Kurs bereits um fast 5 Prozent gefallen. Von mehr als 87.000 Dollar ging es auf ein Tief von rund 82.900 Dollar. Damit ist ein großer Teil der kräftigen Rally vom Montag wieder ausgelöscht.

Im Krypto-Winter kam es bei Bitcoin häufiger zu deutlichen Erholungen, die ebenso schnell wieder verpufften. Dass die aktuelle Kursbewegung Verunsicherung auslöst, ist daher nachvollziehbar. Zumal auch die Aktienmärkte unter Druck stehen, weil die Renditen an den globalen Anleihemärkten besorgniserregend hoch sind.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt auf dem höchsten Stand seit 2007, die dreißigjährige Rendite sogar so hoch wie seit 2004 nicht mehr. Die enorme Staatsverschuldung verursacht damit immer höhere Kosten. Zugleich verteuert sich Kapital in der gesamten Wirtschaft. Anlagen wie Bitcoin müssen mit diesen Zinsen konkurrieren.
Dennoch notiert die Digitalwährung weiterhin klar über einer wichtigen Unterstützungszone. Der Chart unten zeigt, dass sogar noch Spielraum für weitere Verluste besteht.

Kann sich Bitcoin hier behaupten, wäre das ein deutlich bullishes Signal. Im Mai wurde der Kurs an dieser Marke noch scharf zurückgewiesen, auch im vergangenen Monat entstand dort spürbarer Verkaufsdruck. Nun müssen die Käufer erneut Stärke zeigen.
Daten von CoinGlass zeigen, dass binnen eines Tages Long-Positionen im Wert von mehr als einer halben Milliarde Dollar liquidiert wurden. Viele Händler, die auf weiter steigende Bitcoin-Kurse gesetzt hatten, mussten ihre Positionen zwangsweise schließen, um Verluste zu begrenzen.
Das hat den Rückgang beschleunigt. Positiv ist jedoch, dass der größte Teil der Liquidität inzwischen abgearbeitet sein dürfte. Unterhalb des aktuellen Kurses liegen bis etwa 82.000 Dollar noch einige spät eingestiegene Käufer mit Hebel. Zwischen rund 85.000 und 87.000 Dollar befindet sich eine deutlich größere Schicht an Short-Positionen, die häufig wie ein Magnet wirkt.
Heute Morgen war bereits zu lesen, dass der Wochenschluss von großer Bedeutung sein wird. Schließt Bitcoin am Sonntag über 82.850 Dollar, wäre das eine Bestätigung für eine neue Bullrun-Phase.
Zum Zeitpunkt des Schreibens steht der BTC-Kurs bei 83.224 Dollar und damit 3,05 Prozent niedriger als vor 24 Stunden. In Euro kostet die größte Kryptowährung derzeit 73.239 Euro.
Der gesamte Kryptomarkt steht heute unter Verkaufsdruck. Bei den meisten Altcoins fielen die Verluste noch etwas größer aus als bei Bitcoin.
Ethereum (ETH) verlor 3,61 Prozent, Solana (SOL) 3,66 Prozent, Dogecoin (DOGE) 7,72 Prozent und Ripple (XRP) 8,14 Prozent.
Am stärksten trifft es den Memecoin-Sektor: OFFICIAL TRUMP (TRUMP) gab um 10,39 Prozent nach, Pump.fun (PUMP) um 10,63 Prozent und Pepe (PEPE) um 11,95 Prozent.
Selbst Near Protocol (NEAR), Arbitrum (ARB) und Uniswap (UNI), die zuletzt mit starken Ergebnissen im Fokus standen, geraten deutlich unter Druck. NEAR verlor 8,12 Prozent, ARB 11,33 Prozent und UNI 7,98 Prozent.
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