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Bitcoin (BTC) geriet in der Nacht nach Schließung der US-Wahllokale für die Zwischenwahlen zunächst deutlich unter Druck. Nach einer kräftigen Erholung sind die Verluste jedoch vollständig aufgeholt. Der Kurs liegt inzwischen mehr als 3,50 Prozent im Plus. Ivo Melchers, technischer Analyst bei Newsbit, hält das womöglich erst für den Anfang.
Bitcoin verzeichnete eine V-förmige Erholung: Auf einen steilen Rückgang folgte unmittelbar eine ebenso schnelle Gegenbewegung.
Kurz nach Mitternacht begann Bitcoin zu fallen und verlor innerhalb von vier Stunden 2,7 Prozent. Der Kurs sank von 77.800 Dollar auf 75.700 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit dem 16. September. Inzwischen notiert er wieder über 78.000 Dollar.
Melchers zufolge wird die Erholung vom Spotmarkt getragen. Dort kaufen Anleger Coins direkt, statt mit geliehenem Geld auf Kursbewegungen zu spekulieren. Das spricht für einen solideren Kursanstieg.

Hinzu kommt, dass in den vergangenen Tagen zahlreiche Shortpositionen eröffnet wurden, mit denen Händler auf weiter fallende Kurse setzen. Steigt Bitcoin noch etwas weiter, geraten diese Händler unter Druck. Sie müssen dann Coins zurückkaufen, um ihre Positionen zu schließen. Das könnte die Erholung zusätzlich verstärken.
Bitcoin hat sich an derselben Unterstützung erholt, die den Kurs bereits im September stabilisiert hatte. Das Zwischenhoch vom vergangenen Montag bei 78.750 Dollar ist laut Melchers nun ein wichtiges Kursziel für die Bullen.

Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Bereich um 80.000 Dollar. Im August und September scheiterte der Kurs dort mehrfach. Im vergangenen Monat erwies sich dieses Niveau dagegen als starke Unterstützung.
Darüber hinaus zeichnet sich im Chart schon länger eine interessante Entwicklung ab. Bitcoin hielt sich über seinem Septembertief, während der Relative-Stärke-Index (RSI) auf einen tieferen Stand fiel. Dieser viel beachtete Momentumindikator näherte sich dabei dem überverkauften Bereich.

Diese Konstellation wird als versteckte bullische Divergenz bezeichnet. Die zuvor überhöhte Dynamik hat sich vollständig abgebaut, während der Aufwärtstrend weiterhin intakt ist.
Positiv ist auch, dass Bitcoin mehrere wichtige gleitende Durchschnitte verteidigt hat. Dazu zählen die 100-Tage-Linie (gelb) und die 50-Wochen-Linie (rot).
Diese Signale deuten darauf hin, dass die Bullen weiterhin den Markt bestimmen. Das unterscheidet sich deutlich vom Kursverlauf im September, als Bitcoin zunächst noch an der 50-Wochen-Linie gescheitert war. Sie gilt als wichtige Trennlinie zwischen Bullen- und Bärenmarkt.

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