Die Kryptobörse Binance hat eine bemerkenswerte Änderung in ihrem umfangreichen Sicherungsfonds vorgenommen. Das Unternehmen hat erfolgreich alle seine Stablecoins in Bitcoin (BTC) umgewandelt. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kryptomarkt mit erheblicher Nervosität unter den Anlegern konfrontiert ist.
Binance setzt nun vollständig auf Bitcoin
Binance hat seine gesamte Einlagensicherung für Nutzer, das sogenannte SAFU-Fonds, von Stablecoins auf Bitcoin umgeschichtet. Die Börse besitzt nun 15.000 BTC mit einem aktuellen Wert von über einer Milliarde Dollar. Der Übergang wurde mit einem letzten Kauf von 4.545 BTC im Wert von mehr als 305 Millionen Dollar abgeschlossen.
Ende Januar kündigte Binance bereits an, seine Reserven umwandeln zu wollen. Die Konversion sollte innerhalb von dreißig Tagen erfolgen, wurde jedoch überraschend schnell vollzogen: Innerhalb von dreizehn Tagen war der Prozess abgeschlossen.
Laut einer offiziellen Mitteilung von Binance besteht der SAFU-Fonds nun vollständig aus Bitcoin, die zu einem Durchschnittspreis von etwa 67.000 Dollar pro Einheit erworben wurden.
Die Börse betont zudem, dass das SAFU-Fonds mehr ist als nur ein internes Auffangnetz. Binance sieht Bitcoin als „Kern-Asset des Krypto-Ökosystems“ und betrachtet diese Form der Einlagensicherung als eine wertstabile langfristige Investition.
Um den Bestand des Fonds zu sichern, wurden automatische Einzahlungen eingerichtet. Sollte der Wert des Fonds unter 800 Millionen Dollar fallen, wird Binance die Differenz ausgleichen, um die Integrität der Einlagensicherung zu gewährleisten.
Binance kauft während der Korrektur zu
Bemerkenswert ist, dass Binance diesen großen Kauf gerade jetzt tätigt. Der Bitcoin Kurs liegt derzeit fast 47 Prozent unter dem Allzeithoch von über 126.000 Dollar im Oktober. Durch den jetzigen Einstieg erwirbt Binance seine Coins mit einem erheblichen „Rabatt“.
Dennoch bleibt fraglich, ob diese Strategie letztlich rentabel sein wird. Andere große Institutionen zahlten im Durchschnitt deutlich mehr für ihre Bitcoin.
Michael Saylors Unternehmen Strategy kauft weiterhin aggressiv Bitcoin ein. Nach einem kürzlichen Kauf von 1.142 BTC liegt der gesamte Bestand bei 714.644 BTC. Ihr durchschnittlicher Einstiegskurs liegt jedoch derzeit bei 76.056 Dollar pro Coin, was deutlich über dem Einstiegsniveau von Binance liegt.
Beim japanischen Metaplanet liegt der durchschnittliche Kaufpreis sogar noch höher. Laut Daten von BitcoinTreasuries besitzt das Unternehmen 35.102 BTC, die zu einem Durchschnittspreis von über 107.700 Dollar pro Coin erworben wurden. Bei dem aktuellen Kurs von knapp unter 67.000 Dollar bedeutet das einen nicht realisierten Verlust von über 37 Prozent.
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