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Bitcoin (BTC) könnte nach Einschätzung von Analysten von Bernstein bis Ende 2026 wieder sein Rekordniveau von rund 125.000 Dollar erreichen. Ausgehend von etwa 80.000 Dollar müsste der Bitcoin-Kurs dafür noch um gut 55 Prozent zulegen.
Eine derart schnelle Erholung wäre bemerkenswert. Nach früheren großen Bärenmärkten brauchte Bitcoin deutlich länger, um vom Tief aus wieder ein Rekordhoch zu erreichen. Nach Ansicht der Analysten gibt es jedoch Gründe, warum es diesmal anders laufen könnte.

Ein Blick auf frühere Zyklen zeigt: Die Rückkehr auf ein Rekordniveau ist in der Regel keine Frage weniger Monate.
Nach dem Tief im Januar 2015 dauerte es rund zwei Jahre, bis Bitcoin das vorherige Rekordhoch aus dem Jahr 2013 wieder erreichte. Nach dem Tief im Dezember 2018 mussten Anleger etwa 23 Monate auf ein neues Allzeithoch warten.
Der vorige Zyklus verlief etwas schneller. Bitcoin markierte im November 2022 ein Tief bei rund 16.000 Dollar und durchbrach im März 2024 das alte Rekordhoch aus dem Jahr 2021. Auch damals lagen noch etwa 16 Monate zwischen Tiefpunkt und neuem Rekordkurs.
Das aktuelle Tief liegt bislang am 1. Juli 2026 bei rund 58.000 Dollar. Würde Bitcoin dem Tempo früherer Zyklen folgen, läge ein neues Rekordhoch eher 2028 nahe als Ende 2026.
Doch die Geschichte muss sich nicht exakt wiederholen.

Der jüngste Kursanstieg erinnert einige Analysten an den Beginn des Jahres 2023. Bitcoin legte in der vergangenen Woche binnen fünf Tagen um rund 22 Prozent zu. Das war der stärkste Fünf-Tage-Anstieg seit 2023.
Hinzu kommt ein wichtiger Unterschied zu früheren Bullenmärkten. Der Anstieg der Jahre 2024 und 2025 endete nicht in einer vergleichbar extremen Kursexplosion wie etwa 2017 oder 2021.
Das Rekordhoch von rund 126.000 Dollar lag etwa 83 Prozent über dem Hoch von rund 69.000 Dollar aus dem Jahr 2021. Zum Vergleich: Das Hoch von 2021 lag rund 251 Prozent über dem Höchststand von 2017.
Damit könnte es diesmal weniger spekulative Übertreibung gegeben haben, die im Bärenmarkt aus dem Kurs herausgepreist werden musste. Gleichzeitig hat sich der Markt verändert. Spot-ETFs und institutionelle Anleger sorgen inzwischen für eine Nachfragebasis, die es in früheren großen Bärenmärkten in dieser Form nicht gab.
Bernstein erwartet, dass Bitcoin Ende dieses Jahres wieder bei rund 125.000 Dollar stehen könnte. Damit würde sich BTC deutlich schneller erholen als nach früheren großen Kursrückgängen.
Die jüngste Rally macht dieses Szenario weniger abwegig, doch der Abstand bleibt groß. Von rund 80.000 Dollar aus wäre ein Anstieg um gut 55 Prozent nötig, um 125.000 Dollar zu erreichen.
Nach Einschätzung von Analyst Matthew Hyland rückt vor allem die Marke von 83.000 Dollar in den Fokus. Er sieht dieses Niveau als klare Schwelle für Bitcoin. Gelingt BTC ein überzeugender Ausbruch darüber, könnte der Weg zum alten Rekordhoch seiner Ansicht nach rasch frei werden.
Bernstein blickt unterdessen noch weiter nach vorn. Für 2027 rechnet das Analysehaus mit einem Bitcoin-Kurs von 150.000 Dollar. In einem optimistischen Szenario sehen die Analysten BTC bis 2029 sogar auf 500.000 Dollar steigen.
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