Newsbit
Im Store ansehen
Ansehen

Donald Trump wollte die Vereinigten Staaten zum globalen Zentrum des Bitcoin-Minings machen. Doch dieser Anspruch gerät zunehmend unter Druck.

Wegen des massiven KI-Booms setzen amerikanische Miner ihren Strom und ihre Rechenzentren immer häufiger für künstliche Intelligenz ein, weil sich damit derzeit mehr verdienen lässt.

Gleichzeitig verlagert sich ein größerer Teil des Bitcoin-Minings nach China und Russland. Selbst American Bitcoin, das von der Familie Trump unterstützte Mining-Unternehmen, kämpft mit Problemen. Das Unternehmen schrieb drei Quartale in Folge Verluste, die Aktie verlor im vergangenen Jahr rund 90 Prozent.

Bitcoin-Miner setzen immer häufiger auf KI

Während seines Wahlkampfs 2024 formulierte Trump ein klares Ziel. Möglichst viel Bitcoin (BTC) sollte in den Vereinigten Staaten geschürft werden. Damit wollte er verhindern, dass China erneut eine dominante Stellung im Mining-Sektor einnimmt.

Doch ausgerechnet die enorme Nachfrage nach KI droht diesen Plan zu untergraben. Amerikanische Mining-Unternehmen verfügen über genau das, was KI-Firmen dringend benötigen: große Rechenzentren, viel Strom und Zugang zu leistungsfähiger Computerinfrastruktur.

Für immer mehr Miner ist es daher attraktiver, diese Kapazitäten für KI bereitzustellen, statt damit Bitcoin zu schürfen.

Nach Daten des Mining-Dienstleisters Luxor Technology liegt die für Bitcoin-Mining eingesetzte Rechenleistung derzeit 18 Prozent niedriger als im Oktober vergangenen Jahres. Vor allem börsennotierte US-Mining-Unternehmen fahren ihre Aktivitäten zurück.

„Den stärksten Rückgang sehen wir bei börsennotierten US-Unternehmen, weil sie ihre Energie zunehmend in KI lenken“, sagt Ethan Vera, operativer Direktor von Luxor. „Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt.“

Diese Verschiebung könnte sich rasch fortsetzen. Bis zum Jahresende dürften börsennotierte Miner voraussichtlich sogar den Großteil ihrer Umsätze mit KI erzielen.

Hinzu kommt, dass Bitcoin-Mining derzeit weniger attraktiv ist. Trotz der jüngsten Erholung sind seit dem Bitcoin-Höchststand im Oktober 2025 rund eine Billion Dollar an Marktwert verschwunden. Zugleich geraten die Einnahmen der Miner unter Druck.

China und Russland gewinnen wieder an Boden

Der Wechsel zu KI hat auch Folgen für die Stellung der Vereinigten Staaten im Bitcoin-Netzwerk.

China dominierte den Mining-Sektor jahrelang dank günstiger Energie und großer Hersteller von Mining-Hardware wie Bitmain. Nachdem Peking 2021 hart gegen Krypto-Mining vorgegangen war, wanderten viele Miner in andere Länder ab. Die Vereinigten Staaten gehörten zu den größten Gewinnern dieser Verschiebung.

US-Unternehmen wie MARA Holdings und Riot Platforms bauten ihre Aktivitäten anschließend rasch aus. Nun scheint sich ein Teil dieser Entwicklung wieder umzukehren.

Das zeigt sich unter anderem bei Foundry USA, einem Mining-Pool, den viele US-Unternehmen nutzen. Der Anteil von Foundry an der gesamten Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks ist von mehr als einem Drittel auf rund 26 Prozent gesunken.

Luxor zufolge deutet das darauf hin, dass Bitcoin-Mining in den Vereinigten Staaten allmählich an Boden verliert, während China und Russland wieder größere Anteile gewinnen.

Auch die Familie Trump bekommt die schwierigen Rahmenbedingungen zu spüren. American Bitcoin wurde im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Trump-Familie gestartet, kurz bevor Bitcoin von seinem Rekordhoch aus zu fallen begann. Das Unternehmen hat inzwischen drei Quartale in Folge Verluste geschrieben, die Aktie verlor binnen eines Jahres rund 90 Prozent.

Selbst Hersteller setzen auf KI

Die Anziehungskraft der KI beschränkt sich nicht auf Miner. Auch Hersteller von Geräten für Bitcoin-Mining beginnen, ihre Strategie anzupassen.

Das US-Unternehmen Auradine benannte sich im März in Velaura AI um und konzentriert sich inzwischen klar auf Technologien für künstliche Intelligenz. Im August sammelte das Unternehmen 110 Millionen Dollar ein und erreichte damit eine Bewertung von mehr als 1 Milliarde Dollar.

Nach Angaben von CEO Rajiv Khemani hat die Erfahrung mit Bitcoin-Chips bei diesem Schritt geholfen. Vor allem die Begrenzung des Stromverbrauchs werde sowohl für Bitcoin-Mining als auch für große KI-Rechenzentren immer wichtiger.

Trotzdem verschwindet Bitcoin-Mining nicht aus den Vereinigten Staaten. Block, das Unternehmen von Jack Dorsey, stellte im vergangenen Jahr etwa seine eigene Mining-Maschine Proto Rig vor. Seitdem hat das Unternehmen dazu kaum neue Informationen veröffentlicht.

Auch das aus Singapur stammende Bitdeer setzt dagegen auf Produktion in den USA. Das Unternehmen investiert 36 Millionen Dollar in eine Fabrik in Nevada, in der perspektivisch jeden Monat 10.000 Mining-Maschinen produziert werden sollen.

Für Trump entsteht dadurch eine bemerkenswerte Lage. Er will mehr Bitcoin-Mining in die Vereinigten Staaten holen, doch gerade der amerikanische KI-Boom macht denselben Strom und dieselben Rechenzentren für andere Anwendungen immer wertvoller.

Partnerinhalt

Schon deine 15 XRP als Willkommensbonus beansprucht?

Bitvavo in Zusammenarbeit mit Newsbit bietet dir aktuell 15 XRP als Geschenk. Die Aktion ist nur für kurze Zeit gültig.

Eröffne ein Konto und zahle mindestens 30€ ein, um den Bonus zu erhalten.

👉 Konto eröffnen und 15 XRP gratis erhalten

Über 1,5 Millionen Nutzer vertrauen bereits auf Bitvavo.

Achtung: Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Du kannst deine Einlage ganz oder teilweise verlieren.

15 XRP sichern Sie werden weitergeleitet zu
bitvavo-mark-and-logo-grey

Bitcoin, BTC

Bitcoin verliert an Schwung: ETFs mit schwächster Woche seit Monaten

Bitcoin, BTC
Krypto-Crash, Kryptokurse, Candlesticks, fallende Kurse
Krypto-Kurse steigen: Bitcoin legt zu
Mehr Bitcoin news

Meistgelesen

XRP, Ripple
XRP, Ripple
Ripple, XRP