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Der frühere BitMEX-Chef Arthur Hayes hat innerhalb kurzer Zeit Kryptowährungen im Wert von mehr als 22 Millionen Dollar verkauft und zieht sich vorerst aus dem Markt zurück. Dabei hatte er Anleger noch Anfang des Monats dazu aufgerufen, auf steigende Kurse bei Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) zu setzen. Was steckt hinter seinem Kurswechsel?
Den größten Posten machten 6.400 ETH im Wert von rund 15,2 Millionen Dollar aus. Daneben verkaufte Hayes unter anderem 14 Millionen Ethena (ENA) für etwa 2,76 Millionen Dollar und 323.000 Uniswap (UNI) für rund 2,24 Millionen Dollar.
Auch kleinere Positionen in Ether.fi (ETHFI), Aerodrome Finance (AERO), Pendle (PENDLE) und Zama (ZAMA) veräußerte er. Insgesamt beliefen sich die Verkäufe auf rund 22,28 Millionen Dollar. Hayes bestätigte den Schritt auf X und machte seine Haltung deutlich:
Er habe sämtliche Positionen verkauft.
Die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Lage hält er derzeit für riskant. Deshalb wolle er vorerst abwarten, bis sich aus seiner Sicht wieder ein klareres Signal für den Markteinstieg abzeichnet.
Bei ETH und ENA hat Hayes nach eigenen Angaben Gewinne mitgenommen. Mit drei kürzlich gekauften Altcoins dürfte er dagegen einen kleinen Verlust erlitten haben. Für Aerodrome, Pendle und Zama hatte er zuvor rund 889.000 Dollar bezahlt. Der Verkauf brachte letztlich etwa 856.000 Dollar ein.
Der Schritt überrascht, weil Hayes sich noch am 15. Oktober optimistisch geäußert hatte. Damals forderte er Händler auf, bei Bitcoin und Ethereum auf steigende Kurse zu setzen und sich frühzeitig für eine mögliche zusätzliche Liquiditätszufuhr im Finanzsystem zu positionieren.
Seitdem hat sich die Stimmung verschlechtert. Sechs der sieben von Hayes verkauften Token liegen auf Monatssicht im Minus. Zudem sind die Ölpreise zuletzt wieder gestiegen, was erneut Inflationssorgen schürt. Damit gewinnt der nächste Zinsentscheid der Federal Reserve zusätzlich an Bedeutung.
Die Fed gibt ihre Entscheidung morgen bekannt. Die US-Notenbank hatte die Zinsen im September bereits auf 3,75 bis 4 Prozent angehoben. Der Markt rechnet derzeit überwiegend mit unveränderten Zinsen.
Hayes will sich vor diesem Termin offenbar nicht festlegen. Während er zuvor noch mit mehr Liquidität und höheren Kryptokursen gerechnet hatte, setzt er nun auf liquide Mittel und wartet ab.
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