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Der amerikanische Prognosemarkt Kalshi hat zwei republikanische Politiker nach Ermittlungen wegen Insiderhandels sanktioniert. Die beiden hatten auf Ereignisse gesetzt, die unmittelbar mit ihren eigenen politischen Aktivitäten zusammenhingen.

George Santos lebenslang gesperrt

Der frühere republikanische Kongressabgeordnete George Santos darf auf Kalshi nie wieder handeln. Zudem muss er eine Geldstrafe von 71.356 US-Dollar zahlen. Es ist einer der ersten lebenslangen Ausschlüsse, die die Plattform seit ihrem Start im Jahr 2021 verhängt hat.

Auch Laurie Buckhout, republikanische Kandidatin für das Repräsentantenhaus in North Carolina, wurde sanktioniert. Sie erhielt eine dreijährige Sperre und eine Geldstrafe von 2.590 US-Dollar.

Nach Angaben von Kalshi handelten beide mit Prognosekontrakten, deren Ausgang sie durch ihr eigenes Verhalten beeinflussen konnten. Buckhout platzierte Wetten im Zusammenhang mit dem Wahlkampf, in dem sie selbst kandidiert.

Santos handelte laut der Plattform mit Kontrakten, die mit seiner Anwesenheit bei der State of the Union im Februar 2026 zusammenhingen.

Die Regeln von Kalshi verbieten den Handel, wenn eine Person direkten oder indirekten Einfluss auf das Ereignis hat, auf das sich ein Kontrakt bezieht. Wie groß dieser Einfluss ist, spielt nach Angaben der Plattform keine Rolle.

Kalshi geht gegen Insiderhandel vor

Die Sanktionen fallen in eine Phase, in der US-Aufseher Prognosemärkte verstärkt kritisch prüfen. Einige Prognosekontrakte können von Personen mit Insiderwissen beeinflusst werden.

Zuvor verhängten US-Aufseher gegen Gabriel Perez eine Geldstrafe von 172.000 US-Dollar. Er war bei Reden von Präsident Donald Trump für den Teleprompter zuständig und handelte auf Kalshi mit Kontrakten, die sich genau auf diese Reden bezogen.

Buckhout kooperierte laut Kalshi mit den Ermittlungen und akzeptierte ihre Strafe. Gegenüber der New York Times bezeichnete sie ihre Wetten auf ihren eigenen Wahlkampf als „dummen Fehler“.

Santos reagierte anders. Auf X bezeichnete er Kalshi als unseriös. Die Plattform teilte nicht mit, dass er an den Ermittlungen mitgewirkt habe.

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