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Milliardär und Bridgewater-Gründer Ray Dalio warnt erneut vor der rasant steigenden US-Staatsverschuldung. Seiner Einschätzung nach könnten die Vereinigten Staaten binnen weniger Jahre in eine Schuldenkrise geraten.

Anleger sollten deshalb nach Dalios Ansicht weniger Anleihen halten und stärker auf Gold sowie Bitcoin (BTC) setzen.

Dalio rät, etwa zehn bis 15 Prozent eines Portfolios in Gold zu halten, ergänzt durch eine kleinere Position in Bitcoin. Vermögenswerte, die nicht von Staaten ausgegeben werden, könnten seiner Einschätzung nach profitieren, wenn das Vertrauen in Staatsanleihen und klassische Währungen unter Druck gerät.

Dalio sieht Schuldenkrise binnen weniger Jahre

Die Warnung kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Die Renditen langlaufender US-Anleihen sind auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen, während Washington immer mehr Geld zur Finanzierung seiner Schulden benötigt.

Nach Dalios Berechnungen nimmt die US-Regierung in diesem Jahr rund 5,5 Billionen Dollar ein, während die Ausgaben bei etwa 7,5 Billionen Dollar liegen. Daraus ergibt sich ein Defizit von rund 2 Billionen Dollar.

Gleichzeitig belaufen sich allein die Zinskosten bereits auf etwa 1 Billion Dollar. Hinzu kommt, dass bestehende US-Schulden in Höhe von rund 10 Billionen Dollar refinanziert werden müssen.

Ändert sich nichts, könnte nach Dalios Einschätzung in etwa drei Jahren eine US-Schuldenkrise entstehen. Dabei räumt er eine Unsicherheitsspanne von zwei Jahren ein.

Das Haushaltsdefizit ist für Dalio ein zentraler Teil der Lösung. Es liegt derzeit bei rund sechs Prozent der US-Wirtschaftsleistung und müsste seiner Ansicht nach auf drei Prozent sinken. Dafür brauche es eine Kombination aus geringeren Staatsausgaben, höheren Steuereinnahmen und niedrigeren Zinsen.

Warum Dalio Gold und Bitcoin attraktiv findet

Nach Dalios Einschätzung entsteht eine gefährliche Lage, wenn steigende Zinslasten auf eine unzureichende Nachfrage der Anleger nach neuen Staatsanleihen treffen.

Einem Staat bleiben dann kaum attraktive Optionen. Er kann höhere Zinsen akzeptieren, um Anleger zur Finanzierung seiner Schulden zu bewegen, treibt damit aber die Zinslast weiter nach oben. Alternativ kann die Zentralbank zusätzliches Geld schaffen, um Staatsanleihen zu kaufen. Das wiederum kann die Währung schwächen und die Inflation anheizen.

Genau deshalb richtet Dalio den Blick auf Gold und Bitcoin. Beide werden nicht von einem Staat ausgegeben und können dadurch attraktiver werden, wenn die Sorgen über Staatsschulden und Geldentwertung zunehmen.

Die Entwicklungen dieser Woche passen aus seiner Sicht in dieses Bild. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, die Rückkäufe langlaufender US-Staatsanleihen auszuweiten, nachdem die langfristigen Renditen deutlich gestiegen waren. Bislang hat dieser Eingriff nur vorübergehend Entlastung gebracht.

Gold und Bitcoin profitieren unterdessen von der Unsicherheit. Gold stieg am Freitag auf den höchsten Stand seit Mai, während der Bitcoin-Kurs über 77.000 Dollar kletterte und auf die stärkste Handelswoche seit Jahren zusteuert.

Dalio betont zudem, dass das Schuldenproblem nicht nur die Vereinigten Staaten betrifft. Auch Länder wie Großbritannien, China und Japan stehen seiner Einschätzung nach zunehmend unter Druck bei den Staatsfinanzen. Gerade in einem solchen Umfeld erwartet er, dass Gold und Bitcoin relativ stark bleiben können.

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