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Hunter Biden, der Sohn des früheren US-Präsidenten Joe Biden, hat seinen eigenen Memecoin gestartet. Der Coin mit dem Namen LAPTOP ging heute auf dem Blockchain-Netzwerk Base online und spielt auf die Laptop-Affäre an, die ihn über Jahre begleitete. Die ersten Minuten nach dem Start verliefen jedoch äußerst turbulent.

LAPTOP stürzt direkt nach dem Start ab

LAPTOP wurde heute auf Base gestartet und geriet sofort in starke Kursschwankungen. Innerhalb einer halben Stunde nach dem Start hatte der Coin bereits mehr als 91 Prozent seines Werts verloren.

91-Prozent-Absturz bei Hunter Bidens LAPTOP-Memecoin kurz nach Base-Start
LAPTOP verlor in der ersten halben Stunde nach dem Start mehr als 91 Prozent an Wert. – Quelle: TradingView

Auch danach blieb der Kurs unter Druck. LAPTOP wird inzwischen bei etwa 2,56 Dollar gehandelt und notiert damit mehr als 98 Prozent tiefer. Bereits Anfang der Woche wurde bekannt, dass dieser Coin geplant war.

Damit ergibt sich eine Marktkapitalisierung von 896 Millionen Dollar, da derzeit 350 Millionen LAPTOP-Token im Umlauf sind.

Die geringe Liquidität spielt bei den starken Kursschwankungen eine wichtige Rolle. Wenn nur wenig Kapital vorhanden ist, um Transaktionen aufzufangen, können bereits vergleichsweise kleine Käufe und Verkäufe den Kurs deutlich bewegen.

Gratis-Token sorgen für Kritik

Auch die Verteilung von LAPTOP stößt auf Kritik. Der Start wurde im Vorfeld als fairer Launch ohne Vorteile für Insider dargestellt. Dennoch konnten bestimmte Gruppen kostenlose Token erhalten.

Insgesamt gibt es eine Milliarde LAPTOP-Token. Davon sind 20 Prozent für Airdrops reserviert. Ein Teil ist für Abonnenten von Bidens Substack sowie für Wallets vorgesehen, die mit dem TRUMP-Memecoin von Präsident Donald Trump Geld verloren haben.

Nach Angaben des Kryptohändlers Rune konnten Substack-Abonnenten jeweils 4.276 LAPTOP-Token beanspruchen. Auf dem Höchststand entsprach diese Menge auf dem Papier rund einer Million Dollar.

Rune zufolge verkauften mehrere neu angelegte Wallets ihre kostenlos erhaltenen Token nahezu sofort. Seinen Angaben nach wurden so Token im Wert von mehreren Millionen Dollar beansprucht und verkauft. Er sieht die Airdrops als wichtigen Faktor für den Verkaufsdruck nach dem Start.

Händler verliert fast den gesamten Einsatz

Die extremen Kursschwankungen haben unterdessen zu erheblichen Verlusten geführt. Nach Angaben der Analyseplattform Lookonchain hatte ein Händler zuvor 250.000 Dollar von Binance abgezogen, um direkt zum Start LAPTOP kaufen zu können.

Am Ende setzte er rund 200.000 Dollar ein, um 919 LAPTOP-Token zu kaufen. Dabei zahlte er in der Spitze einen Kurs von 218 Dollar je Token.

Wenig später war seine Position nur noch rund 3.000 Dollar wert. Der Händler verlor damit innerhalb kürzester Zeit nahezu seinen gesamten Einsatz.

Der offizielle Aerodrome-Pool enthielt rund um den Start lediglich etwa 83.000 Dollar in USDC. Auf Uniswap standen etwa 380.000 Dollar zur Verfügung. Diese Liquidität wurde zudem erst aktiv, nachdem LAPTOP bereits um mehr als 90 Prozent gefallen war.

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