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Die US-Inflation lag im August bei 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit genau im Rahmen der Erwartungen von Ökonomen. Auch im Monatsvergleich blieb eine Überraschung aus. Die Verbraucherpreise stiegen um 0,4 Prozent.
Dennoch enthält der Inflationsbericht einen wichtigen Dämpfer für die Federal Reserve. Die Kerninflation legte im Monatsvergleich stärker zu als erwartet. Anleger reagierten umgehend: Die US-Zinsen stiegen, während der Markt eine Zinserhöhung in der kommenden Woche stärker einpreist.
Die Kerninflation, bei der Lebensmittel und Energie herausgerechnet werden, stieg im August gegenüber Juli um 0,3 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet.
Auf Jahressicht lag die Kerninflation bei 2,4 Prozent und damit genau wie erwartet. Damit fiel diese wichtige Inflationskennzahl auf den niedrigsten Stand seit März 2021, also noch vor Beginn der großen Inflationswelle in den Vereinigten Staaten.
Die Zahlen zeichnen damit ein gemischtes Bild. Die Kerninflation geht auf Jahressicht weiter zurück, doch der unerwartet kräftige monatliche Anstieg zeigt, dass der Inflationsdruck noch nicht vollständig abgeklungen ist.
Anleger rechnen nach den Daten inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 90 Prozent damit, dass die Federal Reserve in der kommenden Woche die Zinsen erhöht. Eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte ist aus Marktsicht damit nun klar das wahrscheinlichste Szenario.
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