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Ein wichtiges Sicherheitsupdate für den XRP Ledger ist überraschend verschoben worden. Es sollte am Freitag, dem 23. Oktober, aktiviert werden, verlor am Mittwoch jedoch vorübergehend die Unterstützung einiger Netzwerkbetreiber. Damit muss das Freigabeverfahren von vorn beginnen. Als neuer Termin ist vorläufig der 4. November vorgesehen.

XRP Ledger: Update um fast zwei Wochen verschoben

Es handelt sich um das Update fixCleanup3_4_0, das mehrere technische Probleme im XRP Ledger beheben soll. Das Netzwerk hinter XRP setzt auf unabhängige Validatoren. Diese Rechner prüfen, welche Transaktionen gültig sind und welche Änderungen am Netzwerk zugelassen werden.

Damit ein Update umgesetzt werden kann, müssen mehr als 80 Prozent der als vertrauenswürdig eingestuften Validatoren zustimmen. Diese Zustimmung muss anschließend 14 Tage in Folge bestehen bleiben.

Am Mittwoch wurde diese Schwelle unterschritten. Von den 35 vertrauenswürdigen Validatoren unterstützten zunächst genau 29 das Update – die erforderliche Mindestzahl. Um 14.54 Uhr war ihre Zahl jedoch plötzlich auf 26 gesunken.

Damit war die erforderliche Mehrheit nicht mehr gegeben, und die gesamte Wartefrist musste von vorn beginnen.

Keine zwei Stunden später, um 16.46 Uhr, unterstützten wieder 29 Validatoren das Update. Inzwischen ist ihre Zahl sogar auf 31 von 35 gestiegen.

Laut der öffentlich zugänglichen Übersicht von XRPLWin ist die Aktivierung nun für den 4. November um 15.46 Uhr vorgesehen.

Dieser Termin gilt nur, wenn die Zustimmung in den kommenden 14 Tagen ohne Unterbrechung über der erforderlichen Schwelle bleibt.

Welche Probleme soll das XRP-Ledger-Update beheben?

Das Update umfasst mehrere Verbesserungen für die Sicherheit und den Betrieb des Netzwerks.

Unter anderem sollen Probleme bei der Ausgabe und Vernichtung bestimmter digitaler Token behoben werden. Zudem werden die Prüfmechanismen verschärft, damit Transaktionen unter bestimmten Bedingungen keine unerwünschten Auswirkungen auf Token-Bestände haben.

Darüber hinaus enthält das Update Verbesserungen für das geplante Kreditprotokoll des XRP Ledger. Dieses soll es ermöglichen, XRP und andere digitale Vermögenswerte über spezielle Tresore zu verleihen.

Die neuen Regeln präzisieren unter anderem, wann die Rückzahlung eines Kredits als überfällig gilt oder ein Zahlungsausfall vorliegt.

Dieses Kreditprotokoll ist im Hauptnetzwerk noch nicht aktiv. Die Verzögerung des Updates bedeutet also nicht, dass Nutzer plötzlich keine XRP mehr versenden können.

Warum ging die Zustimmung plötzlich zurück?

Die genaue Ursache für den Rückgang ist noch unbekannt. Aus den öffentlich zugänglichen Daten geht nicht hervor, bei welchen Validatoren die Zustimmung vorübergehend wegfiel.

Das muss nicht bedeuten, dass Netzwerkbetreiber bewusst gegen das Update gestimmt haben. Auch ein Validator, der vorübergehend offline ist oder neu gestartet wird, kann bei einer Prüfung aus der Zählung fallen.

Da das Netzwerk etwa alle 15 Minuten prüft, ob genügend Zustimmung vorliegt, kann schon eine kurze Unterbrechung erhebliche Folgen für den Zeitplan haben.

Der XRP Ledger setzt bewusst auf dieses strenge Verfahren. Es soll verhindern, dass wichtige Änderungen ohne breite und anhaltende Zustimmung im Netzwerk umgesetzt werden.

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