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Das Netzwerk hinter XRP hat ein wichtiges Sicherheitsupdate aktiviert. Damit wurde eine Schwachstelle im XRP Ledger behoben, über die Nutzer unter bestimmten Umständen unbefugt neue Coins erzeugen konnten.
Die Schwachstelle stellte vor allem für Stablecoins und andere Token, die auf dem Netzwerk ausgegeben werden, ein Risiko dar. Soweit bekannt, wurde sie nie ausgenutzt.
Das Update namens fixCleanup3_4_0 wurde am Mittwoch, dem 4. November, um 15.52 Uhr MEZ aktiviert. Laut dem Blockchain-Explorer XRPLWin erfolgte die Aktivierung mit Block 108.112.129. Damit ist die Sicherheitslücke offiziell geschlossen.
Der Fehler lag im Berechtigungssystem, über das Nutzer anderen Konten bestimmte Befugnisse erteilen können. So kann der Herausgeber eines Stablecoins einem Zahlungsdienstleister erlauben, Token zu vernichten, wenn Kunden sie gegen US-Dollar einlösen.
Diese Berechtigung erlaubt es dem Zahlungsdienstleister nicht automatisch, neue Token zu erzeugen. Durch einen Fehler im Regelwerk war das unter bestimmten Umständen dennoch möglich. Wer lediglich Token vernichten durfte, konnte dadurch auch neue Token ausgeben.
Das Update stellt sicher, dass die Berechtigungen für beide Vorgänge künftig strikt getrennt bleiben.
XRP selbst war von der Schwachstelle nicht betroffen. Sie betraf ausschließlich Token, die auf dem XRP Ledger ausgegeben werden, darunter Stablecoins. Die bestehende XRP-Menge ließ sich über diesen Fehler also nicht erhöhen.
Öffentlich bestätigte Fälle, in denen Angreifer die Schwachstelle tatsächlich ausgenutzt haben, sind zudem nicht bekannt.
Das Sicherheitsupdate behebt nicht nur den Fehler bei der Ausgabe von Token.
Es umfasst auch mehrere technische Verbesserungen für das geplante Kreditsystem des XRP Ledgers. Dieses soll Nutzern künftig ermöglichen, Coins in gemeinsamen Reserven zu hinterlegen, aus denen anschließend Kredite vergeben werden können.
Das Update verbessert unter anderem die Berechnungen bei der Ein- und Auszahlung von Coins. Zudem wurden Fehler behoben, die sich auf die Erfassung von Zahlungsrückständen und die Abwicklung von Krediten auswirken konnten.
Weitere Verbesserungen betreffen automatisierte Handelsplattformen, die Rückholung ausgegebener Token und die Sicherheit digitaler Signaturen bei Transaktionen.
Damit stehen allerdings noch nicht alle geplanten Kreditfunktionen zur Verfügung. Dafür müssen zunächst weitere, separate Netzwerkupdates genehmigt werden.
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