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Für den XRP Ledger (XRPL) ist eine bedeutende Änderung geplant. Entwickler wollen es Nutzern ermöglichen, Wallets anzulegen, ohne zuvor XRP kaufen zu müssen. Das könnte vor allem Zahlungen mit Stablecoins deutlich vereinfachen.
Wer derzeit eine Wallet auf dem XRP Ledger anlegt, muss dort mindestens einen XRP hinterlegen. Dieser Betrag bleibt gebunden, solange die Wallet aktiv ist. Damit verhindert das Netzwerk, dass massenhaft leere Konten angelegt werden.
Für Unternehmen, die viele Wallets anbieten, können sich daraus erhebliche Summen ergeben. Wer etwa 100.000 Wallets anlegt, muss dafür 100.000 XRP hinterlegen.
Entwickler arbeiten nun an einer Lösung. Mit der vorgeschlagenen Funktion SponsoredAccountCreate könnte ein Unternehmen die vorgeschriebene XRP-Reserve für seine Kunden übernehmen.
Die Kunden müssten dann selbst keine XRP mehr in ihrer Wallet halten. Stattdessen würde das Unternehmen die erforderlichen XRP als Reserve für die angelegten Wallets hinterlegen.
Auch die Transaktionsgebühren könnte das Unternehmen übernehmen. Nutzer könnten dadurch künftig Stablecoins senden und empfangen, ohne jemals selbst XRP kaufen zu müssen.
Die Pläne passen zu einer kürzlich vereinbarten Kooperation zwischen Ripple und Privy, einem Unternehmen des Zahlungsdienstleisters Stripe.
Durch die Zusammenarbeit können Entwickler Wallets leichter in ihre Apps integrieren. Diese lassen sich anschließend für Zahlungen mit XRP und Ripples Stablecoin RLUSD nutzen.
Auch für den Einsatz künstlicher Intelligenz eröffnet das Möglichkeiten. KI-Systeme könnten beispielsweise selbstständig kleine Zahlungen ausführen, ohne dass zuvor für jede Wallet XRP gekauft werden müssen.
Unternehmen, die Tausende Wallets verwalten, könnten dadurch viel Geld und Verwaltungsaufwand sparen. Die Nutzer behalten dabei selbst die Kontrolle über ihre Wallet, auch wenn ein Dritter die Kosten übernimmt.
Die neue Funktion ist bislang nicht verfügbar. Der Vorschlag wird noch geprüft und setzt eine umfassendere Anpassung des XRP Ledgers voraus.
Dieser Änderung müssen zunächst die Validatoren zustimmen, die das Netzwerk überwachen.
Am 19. Oktober hatte der Vorschlag elf Stimmen erhalten. Für eine Annahme sind 29 Stimmen erforderlich.
Wann Wallets ohne eigenes XRP-Guthaben möglich werden, ist deshalb noch offen. Bis dahin bleibt die vorgeschriebene Reserve von einem XRP bestehen.
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