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Die Schwäche am Kryptomarkt belastet auch XRP. Der Kurs des Ripple-Coins steht deutlich unter Druck, und auch die On-Chain-Daten liefern inzwischen Warnsignale.
Der XRP-Kurs erholt sich heute zwar etwas, doch die charttechnische Lage bleibt angespannt.
Der XRP-Kurs bleibt nach einem Rückgang von 17 Prozent innerhalb von zwei Wochen seit mehreren Tagen angeschlagen. Seit dem Hoch vor einem Monat hat er sogar 24 Prozent verloren. Gleichzeitig fließen große Mengen an Coins an Kryptobörsen.
In den 30 Tagen bis einschließlich gestern gingen 6,05 Milliarden XRP an den Börsen ein. Das ist der höchste Zufluss seit März, wie eine Analyse der Datenplattform CryptoQuant zeigt.

Mitte August waren die Zuflüsse noch halb so hoch. Im selben Zeitraum stieg der Coin von rund einem Dollar auf ein Hoch von 1,70 Dollar. Inzwischen notiert er wieder bei etwa 1,30 Dollar.
Warum ist das relevant?
Anleger übertragen ihre Coins meist an eine Börse, um damit zu handeln. Wer Kryptowährungen aus der eigenen Wallet an eine Handelsplattform schickt, könnte also einen Verkauf vorbereiten. Zum aktuellen Kurs entsprechen die überwiesenen XRP einem Wert von fast acht Milliarden Dollar.
CryptoQuant hält allerdings auch eine andere Erklärung für möglich. Demnach könnten die höheren Zuflüsse auf eine stärkere Handelsaktivität zurückgehen oder darauf, dass Coins häufiger zwischen Wallets und Börsen transferiert werden.
In der Gegenrichtung gibt es dagegen wenig Bewegung. Sogenannte Wale, also Anleger mit sehr großen Kryptobeständen, ziehen kaum noch XRP von den Börsen ab.
Dabei können gerade solche Abflüsse den Kurs stützen. Wer Coins in die eigene Wallet überträgt, plant in der Regel keinen kurzfristigen Verkauf.
Der Durchschnitt dieser Abflüsse über die vergangenen 90 Tage liegt inzwischen bei 49,7 Millionen Dollar und damit auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2021. Im Februar 2025, kurz nach dem Rekordkurs von 3,40 Dollar, betrug er noch 3,5 Milliarden Dollar – mehr als das Siebzigfache.

CryptoQuant vermutet, dass Großanleger auf niedrigere Kurse warten, bevor sie wieder einsteigen. Ohne die Unterstützung dieser Anleger könnte es XRP langfristig an Kaufvolumen fehlen, schreibt die Plattform.
Allerdings sieht CryptoQuant auch einen positiven Aspekt: Der Ripple-Coin habe sich im diesjährigen Bärenmarkt bemerkenswert widerstandsfähig gezeigt.
Aktuell erholt sich XRP wieder etwas. Am Nachmittag legte der Kurs innerhalb einer Stunde um mehr als zwei Prozent zu.
Damit gewinnt der Coin etwas Spielraum, da sich der Abstand zur wichtigen Unterstützung bei rund 1,30 Dollar offenbar wieder vergrößert.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert XRP bei 1,33 Dollar. Das sind knapp sechs Prozent mehr als beim Tief vom vergangenen Sonntag bei 1,2550 Dollar.
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