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Die britische Großbank Standard Chartered hat ihre Kursprognosen für XRP angepasst. Sie rechnet in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Kursanstieg und hält bis 2030 ein Vielfaches des aktuellen Wertes für möglich. Doch nicht alle XRP-Anleger begrüßen die neue Prognose.
Standard Chartered hat seine Kursziele für XRP bis einschließlich 2030 überarbeitet. Die aktualisierten Prognosen veröffentlichte der Krypto-Analyst Ripplesinwales auf X.
Der neuen Prognose zufolge könnte der XRP-Kurs im Jahr 2027 auf 7 Dollar steigen. Ein Jahr später erwartet die Bank einen weiteren Anstieg auf 12,60 Dollar.
Für 2029 liegt das Kursziel bei 19,60 Dollar. Im Jahr 2030 rechnet Standard Chartered schließlich mit einem Kurs von 28 Dollar je XRP.
Der vorgelegten Berechnung zufolge entspräche das innerhalb von etwas mehr als drei Jahren etwa einer Verfünfundzwanzigfachung des Wertes.
Die neuen Kursziele von Standard Chartered stoßen unter XRP-Anlegern auf gemischte Reaktionen. Einige begrüßen es, dass eine große internationale Bank für 2030 einen Kurs von 28 Dollar erwartet. Das würde für XRP in den kommenden Jahren einen kräftigen Kursanstieg bedeuten.
Andere zeigen sich weniger beeindruckt. Ein Teil der XRP-Community hatte auf ein höheres Kursziel gehofft. Diese Anleger verweisen auf die zahlreichen Kooperationen von Ripple, die Einführung börsengehandelter XRP-Fonds und die größere rechtliche Klarheit der vergangenen Jahre.
Aus ihrer Sicht haben sich all diese positiven Entwicklungen bislang zu wenig im XRP-Kurs niedergeschlagen. Manche meinen sogar, XRP müsste inzwischen bereits bei rund 7 Dollar notieren.
Andere Anleger halten diese Kritik für überzogen. Sie betonen, dass ein Anstieg auf 28 Dollar bereits einen enormen Kursgewinn bedeuten würde. Zudem werten sie es als positives Signal, dass eine Großbank wie Standard Chartered derart hohe Erwartungen an XRP hat.
Ein XRP-Kurs von 28 Dollar klingt verlockend. Um dieses Niveau zu erreichen, müsste die Kryptowährung in den kommenden Jahren allerdings kräftig zulegen. Dafür wären erhebliche Kapitalzuflüsse nötig.
Vor allem Großanleger könnten dabei eine wichtige Rolle spielen. Wenn Banken, Vermögensverwalter und andere Finanzinstitute mehr in XRP investieren, könnte die Nachfrage nach dem Coin steigen. Auch börsengehandelte XRP-Fonds könnten dazu beitragen.
Entscheidend ist außerdem, dass XRP tatsächlich häufiger für internationale Zahlungen eingesetzt wird. Ripple baut seit Jahren Kooperationen mit Finanzinstituten auf. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese XRP auch in großem Umfang nutzen.
Wie groß die Herausforderung ist, zeigt ein Blick auf die Marktkapitalisierung. Bei rund 61 Milliarden XRP im Umlauf würde ein Kurs von 28 Dollar den Gesamtwert der umlaufenden Coins auf mehr als 1,7 Billionen Dollar erhöhen.
Für eine Bewertung in dieser Größenordnung müsste XRP auf dem Kryptomarkt erheblich an Bedeutung gewinnen.
Ob XRP das ambitionierte Kursziel von Standard Chartered erreicht, hängt vor allem davon ab, wie viele neue Anleger investieren und wie stark die Nutzung der Kryptowährung in den kommenden Jahren zunimmt.
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