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Ohne Vorwarnung hat das Socialmediaplattform X am Montag mehrere prominente Krypto-Accounts ausgesetzt. Zu den gesperrten Accounts gehören unter anderem Pump.fun, Mitbegründer Alon Cohen, GMGN, Bullx und Eliza OS. Insgesamt handelt es sich um mindestens 19 Accounts von Projekten in der Krypto- und AI-Branche.
X hat bisher keine inhaltliche Erläuterung gegeben. Das Plattform verweist jedoch auf seine Standardpolitik: Accounts, die die Regeln verletzen, können gesperrt werden. Was diese Projekte genau falsch gemacht haben, bleibt unklar.
Pump.fun bestätigte, dass sowohl ihr Unternehmensaccount als auch der von Mitbegründer Cohen gelöscht wurden. Auch GMGN, das vor allem im Bereich der AI-Handelsstrategien aktiv ist, gab über Telegram bekannt, „in engem Kontakt mit X zu stehen“, um ihre Reichweite wiederherzustellen.
In der Kryptogemeinschaft kursieren zwei Erklärungen. Einerseits könnte es um das Umgehen der offiziellen X-API gehen, für die Gebühren ab 60.000 Dollar pro Jahr anfallen. Seit Anfang 2023 besteht ein Verbot für die Nutzung externer APIs, was die betroffenen Accounts möglicherweise verletzt haben.
Andererseits wird über eine koordinierte „Massenberichterstattung“ gesprochen. Marketingmitarbeiter Braden von Pump.fun schlägt vor, dass Böswillige gezielt Accounts gemeldet haben, um eine automatische Suspendierung zu erzwingen.
Pump.fun ist kein unbekannter Name in der Kryptowelt. Die Plattform ist bekannt dafür, das einfache Starten von Memecoins — Tokens ohne intrinsischen Wert, die oft mit Pump-and-Dump-Praktiken in Verbindung gebracht werden.
Im Januar wurde Pump.fun in einer amerikanischen Sammelklage angeklagt. Laut den Klägern hätte die Plattform zur Verbreitung nicht registrierter Wertpapiere beigetragen, wodurch sie schätzungsweise 500 Millionen Dollar verdient haben soll.
Die unerwartete Blockade wirft erneut Fragen über die Abhängigkeit des Kryptosektors von einer einzigen Plattform auf. Für viele Projekte ist X essenziell für Kommunikation, Kundenservice und Sichtbarkeit.
Vor allem kleinere Projekte riskieren Reputationsschäden und finanzielle Verluste, wenn ihre Accounts langfristig offline bleiben. Innerhalb der Branche wird die Situation genau beobachtet.
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