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Ein wichtiges Upgrade für den XRP Ledger (XRPL) ist erneut verschoben worden. Die Aktualisierung mit dem Namen Batch sollte am 29. September aktiviert werden, verlor unter den Validatoren jedoch vorübergehend die nötige Unterstützung.
Damit begann die vorgeschriebene Wartefrist von vorn. Bleibt die Zustimmung nun über der erforderlichen Schwelle, kann Batch frühestens am 9. Oktober in Kraft treten.
Mit Batch können Nutzer bis zu acht Transaktionen gleichzeitig einreichen. Dabei lässt sich festlegen, dass alle Transaktionen nur dann ausgeführt werden, wenn jeder einzelne Schritt erfolgreich ist.
Das ist vor allem für tokenisierte Vermögenswerte relevant. Ein Käufer kann etwa in einem einzigen Vorgang bezahlen und den digitalen Vermögenswert erhalten. So wird verhindert, dass nur ein Teil der Transaktion ausgeführt wird.
Nach Angaben von Ayo Akinyele, Engineering-Chef bei RippleX, werden bereits Projekte entwickelt, die Batch einplanen.
„Es entstehen bereits Projekte, bei denen Batch berücksichtigt wird. Eine Aktivierung würde diese Arbeiten näher an den Produktivbetrieb bringen“, sagte er zuvor.
Ripple hat bislang nicht offengelegt, welche Parteien daran beteiligt sind. Akinyele sagte jedoch, Ripple wolle nach der Aktivierung mehr über die Zusammenarbeit mit Vermögensverwaltern berichten.
Für Upgrades des XRPL gilt eine feste Regel. Mehr als 80 Prozent der vertrauenswürdigen Validatoren müssen eine Änderung zwei Wochen in Folge unterstützen.
Bei Batch fiel diese Zustimmung kurzzeitig unter die erforderliche Schwelle. Dadurch wurde die Wartefrist automatisch auf null zurückgesetzt.
Am 25. September unterstützten 30 von 35 Validatoren die angepasste Version BatchV1_1. Das entspricht fast 86 Prozent und liegt damit wieder über der nötigen Marke. Dennoch muss die Zustimmung ab diesem Zeitpunkt erneut zwei Wochen lang ununterbrochen über der Schwelle bleiben.
Gelingt das, kann Batch frühestens am 9. Oktober gegen 16.46 Uhr aktiviert werden.
Es ist nicht die erste Verzögerung. Eine frühere Version von Batch wurde vor der Aktivierung zurückgezogen, nachdem Entwickler einen kritischen Fehler bei der Prüfung von Signaturen entdeckt hatten.
Auch PermissionDelegationV1_1 verzögerte sich.
Mit dieser Funktion kann ein Account bestimmte Aufgaben an einen anderen Account übertragen, ohne private Schlüssel weiterzugeben. Das kann etwa für Unternehmen nützlich sein, die Zahlungen und Compliance auf verschiedene Accounts verteilen wollen.
Das Upgrade verlor am 23. September die nötige Unterstützung und erhielt sie einen Tag später zurück. Dadurch verschob sich die frühestmögliche Aktivierung vom 5. Oktober auf den 8. Oktober.
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