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Das US-Kryptounternehmen Ripple veranstaltet ab heute seine jährliche Swell-Konferenz in New York. Drei Tage lang diskutieren große Banken, Vermögensverwalter und Kryptounternehmen über die Zukunft des Finanzsystems. Auf der Gästeliste stehen unter anderem BlackRock und der IWF. XRP-Anleger warten vor allem auf mögliche neue Ankündigungen.
Die Konferenz findet vom 27. bis 29. Oktober statt. Erwartet werden mehr als 1.500 Besucher. Zu den über 100 Rednern zählen Vertreter von BlackRock, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und mehrerer Großbanken.
Besonders die Teilnahme von BlackRock und dem IWF sorgt für Aufmerksamkeit. Max Stein, Direktor für digitale Anlagen bei BlackRock, diskutiert heute darüber, wie große Vermögensverwalter Kryptowährungen und andere digitale Finanzprodukte in ihre Anlagestrategien einbinden.
Auch der hochrangige IWF-Vertreter Tobias Adrian tritt auf. Er spricht unter anderem über die wachsende Bedeutung von Stablecoins.
Beide Gespräche gehören zum nicht öffentlichen Teil der Konferenz, der sich vor allem an Vertreter großer Finanzinstitute richtet.
Ein zentrales Thema der Konferenz ist Ripples Stablecoin RLUSD. Das Unternehmen will damit internationale Zahlungen schneller und günstiger abwickeln und den Einsatz der Blockchain-Technologie im Finanzsektor fördern.
Ripple erhielt gestern zudem die endgültige Genehmigung der US-Bankenaufsicht OCC zur Gründung einer eigenen Trustbank. Damit kann das Unternehmen unter Bundesaufsicht unter anderem die Reserven von RLUSD verwalten und Kryptowährungen für Geschäftskunden verwahren.
Die Genehmigung könnte Ripple dabei helfen, sein Angebot für Banken und andere Finanzinstitute auszubauen. Sie berechtigt das Unternehmen allerdings nicht automatisch dazu, sämtliche Dienstleistungen einer klassischen Bank anzubieten.
Für XRP ergibt sich aus der Banklizenz kein unmittelbarer Vorteil. Die Genehmigung erhöht nicht automatisch die Nachfrage nach der Kryptowährung, könnte langfristig aber zu einer breiteren Nutzung von Ripples Technologie beitragen.
Ein weiteres wichtiges Thema der Swell-Konferenz ist die Weiterentwicklung des XRP Ledger. David Schwartz, einer der ursprünglichen Entwickler des Netzwerks, stellt anstehende Verbesserungen vor. Dabei geht es unter anderem um Datenschutz, Skalierbarkeit und Anwendungen für große Finanzinstitute.
Auch die Tokenisierung steht auf dem Programm: Traditionelle Finanzprodukte wie Aktien und Anleihen werden dabei als digitale Token auf einer Blockchain abgebildet.
Ripple will dem XRP Ledger in diesem Markt eine größere Rolle verschaffen. Eine stärkere Nutzung könnte die Position des Netzwerks festigen. Daraus ergibt sich allerdings nicht zwangsläufig eine höhere Nachfrage nach XRP.
Auch die US-amerikanischen XRP-Börsenfonds sind Thema. Auf der Konferenz wird diskutiert, wie sich diese Anlageprodukte in ihrem ersten Jahr entwickelt haben und welche Rolle große Finanzinstitute dabei spielen.
Für XRP-Anleger sind vor allem mögliche neue Kooperationen und technologische Entwicklungen von Interesse. Ob die Konferenz konkrete Ankündigungen bringt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
Ripple veranstaltet die Swell-Konferenz seit 2017. In der Vergangenheit nutzte das Unternehmen die Veranstaltung regelmäßig für wichtige Ankündigungen.
2018 führte Ripple etwa xRapid ein. Der Zahlungsdienst nutzte XRP, um internationale Überweisungen schneller und günstiger abzuwickeln. Die Technologie wurde später in Ripples umfassenderes Zahlungsangebot integriert.
2024 stellte das Unternehmen seine Pläne für den Stablecoin RLUSD vor. Im vergangenen Jahr meldete Ripple ein abgewickeltes Zahlungsvolumen von mehr als 95 Milliarden US-Dollar. Zudem kündigte das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit Mastercard, WebBank und Gemini an.
In diesem Jahr feiert Swell sein zehnjähriges Bestehen. Erstmals wird die Veranstaltung mit XRPL Apex zusammengelegt, einer Konferenz für Entwickler des XRP Ledger.
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