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Ripple (XRP) schien diese Woche auf dem Weg zu einem historischen Moment. Der allererste US-Spot-ETF auf XRP wurde genehmigt und ging an der Nasdaq live. Doch statt Feierlaune färbte sich der Chart blutrot. Der Kurs fiel um mehr als neun Prozent auf unter 2,30 Dollar.
Ein Spot-ETF gilt oft als großer Schritt in Richtung breiterer Akzeptanz. Die Einführung des XRPC-ETF von Canary Capital brach sogar den Tagesrekord beim Handelsvolumen, der zuvor von Solana aufgestellt worden war. Dennoch blieb der Kursanstieg aus.
Mehr noch: Viele Investoren verkauften ihre XRP sogar in großem Stil. Was als bullisher Moment präsentiert wurde, entpuppte sich als klassisches „Sell-the-News“-Szenario.
On-Chain-Daten sendeten bereits in den Tagen vor der ETF-Notierung ein beunruhigendes Signal: Große XRP-Inhaber, auch Wale genannt, begannen massenhaft, ihre Token auf Handelsplattformen wie Binance zu verschieben. Solche Bewegungen deuten oft auf eine bevorstehende Verkaufswelle hin.
In kurzer Zeit wurden insgesamt rund 1,4 Milliarden XRP zum Abverkauf bereitgestellt. Dieser Verkaufsdruck drückt den Preis nicht nur nach unten, sondern wirkt auch ansteckend: Kleinere Anleger folgen dem Beispiel und steigen aus.
Gleichzeitig geriet auch der breitere Kryptomarkt unter Druck. Innerhalb von 24 Stunden verdampften über 200 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Dieses Timing – zusammen mit Gewinnmitnahmen, der Aktivität der Wale und überhitzten Erwartungen – sorgte für den perfekten Cocktail aus Verkaufsdruck.
So fiel der XRP-Kurs von 2,52 auf 2,26 Dollar. Und das an dem Tag, an dem die größte Nachricht des Jahres für Ripple live ging.
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